Mathias Stangl

Mathias Stangl studierte Film und Fernsehen mit Schwerpunkt Regie. Er fand die Erfahrung im Umgang mit Schauspielern oder mit Kameraleuten innerhalb der Projekte besonders interessant.

Wo siehst du deine Stärken?

Ich kann in Bildern denken.

Seit wann weißt du von dieser Stärke?

Seitdem ich hier studiere. Am meisten hat mich dabei die Kameraarbeit geprägt. Das hat mir wahnsinnig viel gebracht. Hier habe ich gelernt, in Bildern zu denken.

Warum hast du Regie als Spezialisierung gewählt?

Tja, das ist keine einfach zu beantwortende Frage. Ich glaube, weil ich gerne inszeniere - ich schaffe gerne Atmosphären. In Fächern wie Ästhetik und Semiotik in der Spezialisierung Regie lernt man zu inszenieren, wie man Szenen vermittelt, wie man Spannungen aufbaut und damit die Emotionen des Zuschauers kontrolliert.

Du hast in deiner Hochschulzeit ein Musikvideo gemacht. Beschreibe doch mal deine Aufgaben als Regisseur bei diesem Musikvideo.

Nun, als erstes entwickeln die Band und ich gemeinsam die Idee. Dann planen und organisieren wir gemeinsam mit der Produktion die Umsetzung der Idee. Danach folgt der Dreh, bzw. die Kameraleute bekommen einen Drehplan von mir mit dem Verlauf des Drehs, den einzelnen Auflösungen, bzw. Bildern wonach sie sich richten sollen. Danach kann es losgehen.

Was für Filme würdest du gerne machen?

Zur Zeit interessieren mich Dokumentationen. Im Sommer war ich in meinem Heimatland Peru und habe dort ein traditionelles Fest dokumentiert. Dabei ging es um den Einfluss der Inka-Kultur und den Einfluss des katholischen Glaubens am Beispiel eines traditionellen Festes darzustellen. Ich war ganz alleine und habe vor den Toren des Dorfes  in einem Zelt geschlafen, weil es im Dorf selbst keinen Platz mehr gab. Das war schon ein Erlebnis und für mich persönlich eine ganz neue Erfahrung.

Hast du das alles hier an der DEKRA | Hochschule für Medien gelernt?

Ja. Hier wurde ich gepusht Projekte zu machen und habe gelernt wie man Pläne schreibt. Die Erfahrung mit Schauspielern umzugehen oder mit Kameraleuten zu arbeiten habe ich dadurch im Laufe der Zeit gelernt. Das dauert und kann nicht von heute auf morgen gelernt werden. Dazu muss man viele Projekte machen und dann kommt eine Erfahrung nach der nächsten.

Was sind deine Zukunftspläne?

Ich reise gerne und viel und am liebsten würde ich Dokumentationen für ausländische Produktionsfirmen drehen. In den letzten 6 Monaten war ich in London, Polen, Spanien und Peru. Mich interessieren Geschichten über Menschen. Letztens habe ich eine Dokumentation über eine Frau in Grönland gesehen - die hat mich sehr beeindruckt. Diese Frau war mittlerweile mit einem Amerikaner verheiratet und lebte in den USA, trotzdem zog es sie immer wieder in ihr altes Dorf in Grönland zurück. Obwohl es in diesem Dorf eigentlich nichts gab, was man machen konnte, führte sie dort ein interessantes Leben. Dieses "Nichts" kam gut heraus in der Dokumentation.


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