Nina Keller

Nina Keller studiert Journalismus mit dem Schwerpunkt TV-Journalismus.

Was sollte man mitbringen, wenn man Journalismus mit der Spezialisierung TV-Journalismus studieren möchte?

Die wichtigsten Handwerkszeuge eines Journalisten sind, meiner Meinung nach, eine gesunde Neugier und die Offenheit und Unvoreingenommenheit allen Themen und Menschen gegenüber.

Im Studium (wie auch später im Beruf) muss man manchmal über Themen schreiben, die einen persönlich absolut nicht interessieren. Die Kunst besteht dann darin, trotzdem einen spannenden und interessanten Bericht/Beitrag daraus zu machen. Hierfür muss man dann auch eine Vorliebe für Recherche mitbringen. Denn gerade bei Themen mit denen man sich nicht auskennt gilt es, sich möglichst schnell möglichst viel Wissen anzueignen. Diese schnelle Auffassungsgabe ist dann vor allem auch beim TV-Journalismus nötig. Hier muss man innerhalb von wenigen Minuten in der Lage sein, mit einer komplett neuen Situation umzugehen und Meldungen so souverän zu präsentieren, als hätte man sich stundenlang darauf vorbereitet.

Hast du bereits eine Show/Sendung moderiert?

Im Frühling 2012 hing am Schwarzen Brett der DEKRA Hochschule für Medien eine Stellenausschreibung. Eine junge Produktionsfirma suchte für ein Elektronik-Magazin eine Moderatorin. "Mehr als ‚nein’ sagen können die ja nicht!", dachte ich mir und bewarb mich. In dem Casting setzte ich mich gegen 50 Mitbewerber durch. In der Sendung musste ich dann diverse Apps auf ihre Alltagstauglichkeit testen. Leider konnte die Produktionsfirma aus finanziellen Gründen nur den Piloten für die Sendung drehen, aber wir hatten super viel Spaß beim Dreh und es war eine tolle Erfahrung.

Fühlst du dich durch das Studium an der DEKRA Hochschule für Medien gut auf die Berufspraxis vorbereitet?

Das Studium an der DEKRA Hochschule für Medien vermittelt die Grundlegenden Kenntnisse für den Beruf. Wer jedoch denkt, dass es lediglich reicht in den Unterricht zu gehen um ein Top-Journalist zu werden - liegt falsch. Der Hochschulabschluss ist gut und wichtig, wichtig sind jedoch auch die praktischen Erfahrungen. Hierfür bietet die Hochschule jedoch auch genügend Möglichkeiten sich auszuprobieren und seinen Weg zu finden. Dafür muss man jedoch gewillt sein, auch nach den regulären Unterrichtszeiten noch Zeit zu investieren.

Hast du Vorbilder im Fernsehgeschäft?

Vorbilder für mich sind junge, frische Journalisten/ Moderatoren, die interessante Themen kritisch und investigativ angehen. Beispiele hierfür sind für mich Wolf-Christian Ulrich, Sarah Kuttner, Kathrin Bauerfeind und Thorsten Eppert.

Was war dein erfolgreichstes Projekt, bzw. dein größter Erfolg im Studium?

Mein größter persönlicher Erfolg war mein erster Beitrag für die Sendung Straightforward auf TV Berlin. Ich habe extra ein "Public Viewing" in meiner Wohnung veranstaltet und mit meinen Freunden ganz stolz meinen ersten TV Beitrag gesehen. Es folgten zwar weitere Beiträge (und natürlich werden die Beiträge auch von Sendung zu Sendung besser), aber meinen ersten Beitrag werde ich nie vergessen.

Wo möchtest du nach dem Studium am liebsten arbeiten?

Mein Wunsch wäre es z.B. für ZDFneo alltägliche Dinge kritisch zu hinterfragen und Reportagen zu machen, die Menschen zum Nachdenken bringen. Da ich jedoch realistisch bin und weiß, dass der Markt hart ist, würde ich auch gern als Moderatorin für TV/ Radio oder als freie Journalistin für eine Print-Redaktion tätig sein. Hauptsache irgendetwas mit Journalismus!


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