Michael Leutner

Michael Leutner beendet gerade sein Studium im Studiengang Journalismus.

Michael Leutner im Portrait

"Was lange währt wird gut." So startete Michael Leutner sein Interview. Für ihn war keineswegs von Anfang an klar, dass er Journalist werden wollte. Er ist ein Macher, so viel steht fest. Er hat schnell im Handwerk Fuß gefasst und für eine ganze Weile als Bäcker gearbeitet. Dort machte er erst einmal Karriere. Die verpflichtende Unterbrechung der Arbeit, durch den Wehrdienst, brachte dann den Schock. Als er in den angestammten Job zurückkehren wollte, musste er dies zu einem Gehalt tun, das gerade mal die Anfahrtskosten zum neuen Betriebsstandort decken konnte. So entschied er sich seinen Meister zu machen, wurde aber bald mit dem nächsten Rückschlag konfrontiert: Allergien machten eine Zukunft im Bäckerberuf unmöglich. Als bekennender "Medienjunkie" schlug er ohne lange zu zögern seinen Weg in die Medien ein.

Wie bist du auf die Idee gekommen Journalismus zu studieren?

Während meiner Umschulzeit mussten wir gegen Ende ein sechsmonatiges Pflichtpraktikum durchführen. Ich war während dieser Zeit in einem kleinen Produktionsbüro als Produktionsassistent - mit sagen wir - "buchhalterischen Hintergrund" tätig, bei dem ich schnell merkte, das ist überhaupt nicht mein Ding. Also bemühte ich mich um etwas anderes und kam zu einem regionalen privaten Fernsehsender. Eigentlich wollte ich da auch in die Buchhaltung oder Marketingabteilung. Der Zahn wurde mir beim Einstellungsgespräch schnell gezogen, weil sie nur Praktikanten für die Produktion suchten. Gut dachte ich mir, es ist mal was anderes und unterschrieb den Praktikumsvertrag. Doch Pustekuchen, ab Tag 1 war ich immer mit Kamera oder Mikro unterwegs, besuchte Pressekonferenzen, Veranstaltungen, führte Interviews, schrieb Texte, schnitt Beiträge und und und…. Kurz, mir eröffnete sich eine vollkommen neue Welt, in der ich nun mitspielen wollte.

Warum hast du dich für die DEKRA Hochschule für Medien entschieden?

Ich hörte von euch bei besagtem Sender, weil dort viele eurer Mediengestalter ihr Praktikum absolvierten, und sehr begeistert von den Ausbildungsmöglichkeiten waren. Deshalb schaute ich mal vorbei und alles machte einen sehr guten Eindruck. Natürlich habe ich mich auch an staatlichen Unis umgesehen. Aber sind wir doch ehrlich, mit meinen 30 Jahren und dem derzeitigen Überschuss an jungen Studenten, nimmt mich keine staatliche Uni mehr. Davon abgesehen, fehlt da sehr der duale Faktor, den man an der DEKRA Hochschule für Medien haben kann!

Worüber schreibst du am Liebsten? 

Tagesaktuelle und regionale Themen. Wenn die Frage aufs Ressort kommt, kann ich dazu nur sagen, das ist themenabhängig. Ich bin noch nicht lange genug dabei, um einen Liebling nennen zu können.

Wo soll dein Studium hinführen? 

Als ich vor gut einem Jahr anfing zu studieren, wollte ich zunächst zum Videojournalismus – möglichst regional. Während des Grundstudiums habe ich aber gemerkt, das mir Foto, Grafik, Schnitt und Ton auch liegen und man sich auch in diesen Bereichen sehr gut ausdrücken kann. Wir werden sehen was die Zukunft bringt.

Welchen Tipp würdest du zukünftigen Journalismus-Studierenden geben?

Informiert euch gut, geht nach der Schule nicht direkt an eine Hochschule oder Universität, sondern macht erst mal Praktika um einfach zu sehen, ob das wirklich etwas für euch ist. Lernt erst einmal Leute kennen, die Leute kennen usw., Journalismus ist in erster Linie von einem soliden Netzwerk abhängig und keine "Roter-Teppich-Glämmerparty!"


zurück zur Übersicht