Frontkick - Your Parade

In den Räumlichkeiten der DEKRA | Hochschule für Medien wurde mithilfe von Studierenden das Musikvideo von Frontkick umgesetzt.

"Frontkick" ist eine Berliner Punkrockband, die schon ca. 10 Jahre in verschiedenen Besetzungen um den Spanier Marti Neurotic existiert, der als 19-Jähriger mit Rucksack und Gitarre nach Berlin kam. Der Song "Your Parade" wird auf dem vierten Studioalbum der Band sein, an welchem die Band gerade arbeitet. Nepo studiert im 6. Semester Film und Fernsehen mit Schwerpunkt Regie. Er spielt Gitarre bei Frontkick und hat das Videokonzept geschrieben, Regie geführt und das Projekt anschließend geschnitten.

Die Planung begann Anfang 2011, der erste Dreh fand im Mai statt. Danach wurde Marti leider krank und die Band konnte das Video erst im November zu Ende drehen. Im Dezember wurde die Postproduktion abgeschlossen. Die Arbeit wurde im Dezember im Kino Arsenal präsentiert und gefeiert.

Wie gestaltet sich ein Videodreh?

Bei dem Dreh von Videos, ob es Musikvideos, Reportagen oder Filme sind, gibt es viel zu beachten. Was soll gefilmt werden? Mit welchem Equipment soll gearbeitet werden? Wie soll die Kameraführung gestaltet werden? Welche Erzählperspektiven sollen miteinbezogen werden? Was muss noch außerdem noch beachtet werden?

Definitiv müssen Kulissen geschaffen werden, die dem Anspruch des Erzähltem oder Gesagtem entsprechen. Dabei müssen Lichteinfall und Ton berücksichtigt werden. Natürlich kann alles im Schnitt nachbearbeitet werden, dennoch sollte man sich im Vorfeld um die richtigen Voreinstellungen bei der Kamera bemühen. Gerade bei dem Ton ist es immens wichtig, dass dieser sitzt. Denn wenn der Ton nicht gut aufgenommen ist, kann das Bildmaterial noch so gut sein – es nützt nichts. Hierbei empfiehlt sich es Expert/-innen zur Seite zu holen, die sich damit auskennen. Man kann den Ton verschieden einfangen, entweder über die Kamera oder einem externen Audiogerät. Eine Kamera hat im Vorfeld ein sogenanntes „Atmomikrofon“ eingebaut, welche die gesamte Geräuschkulisse aufzeichnet. Ein zweites Mikrofon kann hinzugezogen werden, welches eine bestimmte Tonquelle, zum Beispiel die des Gesprächpartners in einem Interview, aufzeichnet.

In einem Musikvideo ist es ohne hin „einfacher“, denn das Musikvideo baut auf dem Song auf, der schon aufgenommen wurde. Deshalb muss da vor allem auf die Bildsprache geachtet werden. Daher ist es dringend notwendig im Vorfeld ein Konzept zu schreiben und festzulegen in welchen Schritten man vorgeht. Die Protagonist/-innen müssen sich dementsprechend vorbereiten und quasi nach dem Drehbuch „spielen“. Zu beachten sind Aspekte, die möglicherweise besonders hervorgehoben werden sollen. Außerdem durchlaufen Musikvideodrehs mehrere Durchgänge. Das bedeutet meistens neue Perspektiven, Kulissenwechsel mit neuer Erscheinung. Im Nachgang werden die verschiedenen Sequenzen den Vorstellungen entsprechend geschnitten und bearbeitet. So entsteht im besten Falle eine zusammenhängende Geschichte, welches die Geschichte der Musik mit Bildsprache übereinstimmend vereint.

Nicht nur schulische, sondern auch private Projekte können in den Räumlichkeiten der DEKRA | Hochschule für Medien umgesetzt werden.