Prof. Annett Schulze hält Vortrag zum Thema Migration und Medien

Annett Schulze, Professorin für Journalismus an der DEKRA Hochschule für Medien, sprach im Rahmen der internationalen Tagung "Migration und Medien" über das Thema 'Umgang mit Worten als Dimension publizistischer Qualität'.

In Dresden fand in der vergangenen Woche die Internationale Tagung "Migration und Medien" statt, zu der 26 Wissenschaftler aus ganz Europa geladen waren.  

Als reale Erfahrung unserer Gegenwart bilden Migrationsbewegungen und damit die Themen Flucht und Asyl ein sozialpolitisches Spannungsfeld, das zwischen den Polen gesellschaftlichen Risikos und gesellschaftlicher Chancen diskutiert wird. Dieses Spannungsfeld wird mit medialen Mitteln wie Registern, Prognosen oder Statistiken organisiert und gedeutet, um politische, journalistische und gesellschaftliche Bewältigungs- und Deeskalationsstrategien materialgestützt austragen zu können. Zudem liefern künstlerisch-ästhetische Medien wie Literatur, Film, Fotografie, Musik und Theater Deutungsmuster, Reflexionen und Kommentare, welche die öffentliche Diskussion durchwirken, fortschreiben oder kanalisieren.

In einer interdisziplinären Sichtung untersuchte die Tagung deshalb das Zusammenwirken unterschiedlicher medialer Aktualisierungen von Migration sowie deren Resonanzräume und Emotionspolitiken. Gefragt wurde aber auch nach der Rolle der Künste, des Journalismus, der Wissenschaften und der Politik im Rahmen einer Ethik des care.

Zu dieser Veranstaltung wird im kommenden Jahr ein Sammelband erscheinen, zu dem auch unsere Professorin für Journalismus, Annett Schulze, Inhalte beitragen wird.  


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