Hochschulkooperation: Kunstgeschichte trifft Film- und Fernsehkultur

Das Institut für Kunstgeschichte der Universität Regensburg und die DEKRA | Hochschule für Medien in Berlin kooperieren im Rahmen des Masterstudiengangs Dokumentar- und Spielfilm. Studierende Profitieren so von einem neuen Studienschwerpunkt in der Filmwissenschaft. Den Auftakt zur Kooperation bildet die Tagung Film|Bild|Emotion in Regensburg vom 20.-21. Juli 2017.

Christoph Wagner von der Uni Regensburg (links) und Marcus Stiglegger von der Dekra Hochschule wagen eine Kooperation. Foto: Wagner

Kaum ein Medium ist so facettenreich wie der Film. Es beinhaltet die wissenschaftliche historische oder kunstgeschichtliche Perspektive ebenso wie den technischen Blickwinkel auf die Produktion oder die Vorbereitung auf die Berufspraxis. Um Studierenden ein noch umfassenderes Lehrangebot zu bieten, haben die DEKRA | Hochschule für Medien in Berlin und das Institut für Kunstgeschichte der Universität Regensburg eine filmwissenschaftliche Kooperation geschlossen. Sie eröffnet Studierenden die Möglichkeit, an verschiedenen Lehrveranstaltungen des jeweils anderen Instituts teilzunehmen. Im Rahmen der Kooperation werden nicht nur Masterstudierende, sondern zukünftig auch Promotionsprojekte gemeinsam betreut. 

Ab sofort bieten das Institut für Kunstgeschichte der Universität Regensburg und die DEKRA | Hochschule für Medien gemeinsam den zusätzlichen Studienschwerpunkt Filmwissenschaft im Bereich ihrer Masterstudiengänge Kunstgeschichte bzw. Dokumentar- und Spielfilm an. Je Semester können zehn Studierende der Kunstgeschichte an der Uni Regensburg die Module Film- und Fernsehgeschichte I-II der DEKRA | Hochschule für Medien besuchen. Den Studierenden im Masterstudiengang Dokumentar- und Spielfilm in Berlin ermöglicht die Universität Regensburg die Teilnahme an der Einführung in die Kunstgeschichte, Bildwissenschaft und Bildanalyse sowie an dem Schwerpunktstudium Digitale Kunstgeschichte. Wir freuen uns, für unseren Schwerpunkt Filmwissenschaft mit einer so engagierten Partnerhochschule zusammenzuarbeiten, kommentiert Prof. Dr. Christoph Wagner, Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der Universität Regensburg die Kooperation. Mit Prof. Dr. Marcus Stiglegger haben wir zudem einen renommierten Filmwissenschaftler an Bord.

Gemeinsame Promotionsprojekte

Mit der heute verkündeten Kooperation können Doktoranden zukünftig auch im Rahmen der hochschulübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Prof. Dr. Wagner und Prof. Dr. Stiglegger betreut werden. Die Kooperation zwischen einer praxisorientierten Hochschule und dem angesehenen kunstwissenschaftlichen Institut einer großen Universität, noch dazu über Ländergrenzen hinweg, ist etwas Besonderes, freut sich Prof. Dr. Marcus Stiglegger, Vizepräsident der DEKRA | Hochschule für Medien. Sie ist ein wichtiger Schritt in unserer mittlerweile zwanzigjährigen Geschichte.

Die Tagung Film|Bild|Emotion vom 20. bis 21. Juli in Regensburg bildet den offiziellen Auftakt der Kooperation. Sie wurde vom Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Universität Regensburg gemeinsam mit der filmgeschichtlichen Abteilung der DEKRA | Hochschule für Medien initiiert. Die Veranstaltung geht den spezifischen Möglichkeiten nach, wie bewegte Bilder bei ihren Betrachtern Emotionen erzeugen und mit welchen filmischen Mitteln verschiedene Emotionen auf die Leinwand gebannt werden können.

Zwei renommierte Institutionen kooperieren

Am Institut für Kunstgeschichte der Universität Regensburg ist Filmgeschichte als Schwerpunktstudium im Bachelor- und Masterstudiengang Kunstgeschichte etabliert. Sie ist Bestandteil einer zur Bildwissenschaft geweiteten Kunstgeschichte: Das Verhältnis von Filmgeschichte und Kunstgeschichte ist Gegenstand ausgewählter Lehrveranstaltungen, zahlreicher Sonderveranstaltungen sowie praktischer Übungen. Spezielle filmwissenschaftliche Kurse durch Lehrbeauftragte ergänzen das Angebot. Die DEKRA | Hochschule für Medien bietet die berufsorientierten Studiengänge Journalismus, Medienmanagement sowie Fernsehen und Film an. Der Studiengang Fernsehen und Film ist eine praxisorientierte Ausbildung mit theoretischem Hintergrund, der für unterschiedliche Berufe der Filmpraxis qualifiziert. Neben theoretischen Grundlagen wie Filmgeschichte, Filmanalyse oder Drehbucharbeit, vermittelt er vor allem die Methoden und Techniken des Filmemachens und der Fernsehproduktion.


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