Rundfunkredakteur/-in: bunt und abwechslungsreich

„Ich erlebe immer etwas anderes, was ich in einem anderen Beruf verpassen würde und komme mit Menschen ins Gespräch, mit denen ich sonst kein Wort wechseln würde. Ich frage sie Dinge, die ich sonst nie frage“. So beschreibt die 22-Jährige ihren Beruf als Redakteurin und Moderatorin. Anna-Sophie Aßmann war gestern noch Studentin, heute ist sie Teil eines öffentlichen Fern- und Radiosenders, dem MDR Sachsen. Sie wechselt zwischen verschiedenen Themengebieten wie auch Formaten, damit hat sie in ihrem Job eine wichtige Aufgabe: Sachsen zu informieren.

von Jessica Dümichen

Die meisten Branchen-Anfänger absolvieren erst einmal ein Volontariat, um das Arbeiten in der Praxis noch einmal richtig zu verinnerlichen. Dennoch gibt es in den meisten Fällen keine Garantie dafür, nach einem Volontariat auch wirklich übernommen zu werden. Anna-Sophie ist hier eher die Ausnahme: Nur mit einem Praktikum beim MDR und ohne Volontariat ist sie in den Beruf der Redakteurin gerutscht. Auch viele ihrer jetzigen Arbeitskollegen haben erstmal ein „Volo“ gemacht, bis sie richtig als Redakteur/-in einsteigen konnten. Doch Anna-Sophie hatte Glück. Durch Ehrgeiz und Wissen konnte sie überzeugen, ihr möglicher Vorteil: eine journalistische Ausbildung in Form eines praktischen Hochschulstudiums.

Anna-Sophie hat in ihrem Leben zuvor schon viel journalistische Arbeit gemacht. Neben ihren zwei Jobs beim Lausitz TV in Cottbus und beim WMZ TV in Senftenberg, hat sie den Studiengang Journalismus an der DEKRA | Hochschule für Medien absolviert. Sie konnte dort viel in Sachen Sprache lernen. „Ohne das Training hätte ich wahrscheinlich nicht die Sprechfreigabe vom Chef bekommen“, gibt die Redakteurin zu. Anna-Sophie erklärt, dass sie zwar sehr glücklich als junge Redakteurin sei, dennoch sei zudem ihr Alter der Grund, weshalb sie manchmal nicht ernst genommen werde. Denn die gebürtige Brandenburgerin ist mit ihren 22 Jahren mit Abstand die jüngste Redakteurin beim MDR Sachsen. Ihr merkt man an, wie sehr sie für diesen Job brennt: „Das ist eine meiner größten Leidenschaften, mit einem Team rauszugehen, mit Leuten zu sprechen, kritisch zu hinterfragen, eine Geschichte zu erzählen und dem Zuschauer ein authentisches Bild zu zeigen, was da draußen passiert.“ 

Ihre Themengebiete fallen unterschiedlicher aus, als man glaubt. Sie befasst sich mit Themen wie Wirtschaft und dem Aktuellem, was in den meisten Fällen viel Vorwissen benötigt. Zum anderen kommt ihr das Alter dann manchmal doch zu Gute, denn sie ist dadurch die beste Ansprechpartnerin für jugendliche Themen. Dabei bedarf es zweier verschiedener Stile, damit sie die richtige Zielgruppe mit ihrer journalistischen Arbeit erreicht. Den Wechsel zwischen den unterschiedlichen Themengebieten löst sie, indem sie in verschiedenen Textsorten berichtet. Bei tagesaktuellen Themen stellt Anna-Sophie Aßmann in den meisten Fällen die nachrichtlichen W-Fragen voran: Wer hat was, wann, wie, wo und warum gemacht? Nach dieser einfachen Herangehensweise dürfte für niemanden etwas offen oder ungeklärt bleiben. Das Thema Wirtschaft hingegen ist meistens sehr umfangreich und nicht immer leicht dem Zuhörer vorzustellen. Darum probiert es Anna-Sophie mit erklärenden Berichten: „Bei Themen wie zum Beispiel Wirtschaft sind das meistens Berichte mit Hintergrundinfos. Ich versuche den Zuschauern den Sachverhalt leicht verständlich rüberzubringen. Das ist manchmal gar nicht so einfach.“ 

Bunte oder jugendliche Themen möchte sie etwas locker angehen, um den Zuschauer zu unterhalten, aber dennoch zu informieren. „Bei den bunten, lockeren Themen ist der Stil eher die Glosse“, so die Redakteurin. Doch sei es nicht immer leicht, die Glosse zu wählen. Denn diese Art den Zuhörer zum Schmunzeln zu bringen, brauche immer einen Aufhänger, der dann etwas überspitzt mit satirischen Stilmitteln dargestellt wird. Anna-Sophie arbeitet am liebsten an freien Beiträgen, um ihren Zuschauern und Zuhörern eine eigene Geschichte erzählen zu können. Doch das ist nicht immer möglich. Arbeitet sie zum Beispiel beim Hörfunk als Tagesreporterin, dann gibt es Themen, die ihr zugeordnet werden und die sie bis 17 Uhr, zum Redaktionsschluss bearbeitet haben muss. Sich diesem Druck zu stellen, jeden Tag bis zum Redaktionsschluss fertig zu sein, ist für die junge Redakteurin nicht leicht, wie sie gesteht: „Das ist sehr stressig und ich hoffe jedes Mal, dass mir das gelingt“. 

Aber nicht nur ihre Themengebiete können kaum unterschiedlicher ausfallen, genau so große Unterschiede gibt es zwischen den TV-und Hörfunk Formaten. Wobei man bei einer TV-Produktion immer ein Bild im Hintergrund habe, welches es einem erleichtertet den Sachverhalt korrekt wiederzugeben, falle dies beim Hörfunk natürlich weg. Aus diesem Grund müssten sich alle Redakteure gut überlegen, wie detailliert sie ihre Beiträge beschreiben, damit die Zuhörer alle wichtigen Informationen bekommen, aber dennoch nicht von Randinformationen überhäuft werden. „Man muss einfache Worte benutzen und dann ist die Betonung sehr wichtig. Man muss die Zuhörer insgesamt gut abholen und sie neugierig machen.“ (...)

Alle Off-Texte und auch ihre Moderationstexte verfasst Anna-Sophie als Redakteurin und greift bei News auch selbst auf dpa Meldungen zurück. Dennoch ist das ein eher seltener Fall und sie übernehme die Nachrichten der Agentur nie komplett. Es ist Anna-Sophie wichtig, dass sie ihre Aussagen immer sinnvoll und in sich geschlossen darstellt, denn im schlimmsten Fall kann ihr Chef vom Dienst vor der Tonmischung den Beitrag nicht abnehmen. 

Anna-Sophie durfte bisher schon eine Karrierestufe überspringen. Natürlich fragt man sich jetzt, ob sie nun schon weitere Ziele anstrebt. „Das ist noch etwas zeitig für mich. Ich arbeite erst seit dem 1. Oktober 2018 hier“. Dennoch gebe es natürlich Aufstiegschancen in diesem Beruf. Anna-Sophie ist als Redakteurin eine freie Mitarbeiterin. Demnach wäre zum Beispiel eine Festanstellung, die unter anderem Planer genießen, ein Fortschritt. Doch eine wirkliche Aufstiegschance sei die Beförderung zum Chef vom Dienst oder Chef einer Sendung, zum Beispiel bei der Sendung „Guten Morgen Sachsen“. „Ich genieße es freie Mitarbeiterin zu sein“, meint Anna-Sophie derweil, um die Abläufe noch besser kennenzulernen und um an ihrem journalistischen Handwerk zu arbeiten.

 

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