Leiter einer Kommunikationsagentur: Mit Leidenschaft zum Erfolg

Claudio Gallio hat sich durch jahrelange und passionierte Arbeit im Medienbereich zum Geschäftsführer und Vorstand der  familie redlich hocharbeiten können. Dort ist er heute mitunter für die  Kommunikationsarbeit mit Ministerien und  Großkunden aus dem Online-Bereich verantwortlich. In einem Gespräch, das wir in seinem Büro in Berlin Wedding geführt haben, erzählt er von seinem Weg, seinen Projekten und seiner Arbeit als Vorstand. 

von Marvin Miller

Ob durch ein Studium oder eine Ausbildung – es gibt verschiedene Wege in die Welt der Medien. Claudio Gallio nahm den Weg über ein Studium als Einstiegsmöglichkeit.  Bereits während seines Studiums arbeitete er in der hessischen Landeszentrale für politische Bildung und später beim Bollmann Verlag in Mannheim. Im Anschluss  kam Gallio in die Hauptstadt, wo er unter anderem bei den Werbeagenturen Zabriskie Berlin und Media Consulta anheuerte.

So lernt er den späteren Gründer der familie redlich AG, Andre Redlich, kennen. 2004 wird er  Geschäftsführer Kreation und wirkt seitdem in der Chefetage der Marken- und Kommunikationsagentur.  „Ich habe mich immer für Kommunikation und für Kommunikationsstrategien interessiert. Durch den Erfolg, den wir hatten, hat es sich naturgemäß so ergeben, dass immer mehr Menschen dazugekommen sind. So bin ich dann stärker in die Managementposition hineingewachsen, aber geplant war das nicht.“ 

Aber wie sieht es heute mit der alltäglichen Arbeit von Gallio aus? Er unterteilt zunächst seine Termine in vier Kategorien. Zum einen seien da die „klassischen Kundentermine“, in denen er sich mit Großkunden berät, oder Konzepte, sowie Ergebnisse vorstellt. Davon unterscheiden sich die „internen Termine“, wobei es meistens um die innerbetriebliche Kommunikation gehe. Dann vereinbare er noch  „persönliche Termine“, in denen über Zusammenarbeit reflektiert und beraten wird. Als letztes die „Vorstandstermine“, in denen aus einer Managementperspektive auf das Geschehen in der Firma geschaut wird. Auch, wenn es wie ein Klischee klinge, jeder seiner Tage sei „kalendergetrieben“. Die Zeit, um alle Aufgaben in seinen Terminplan unterzubringen, finde er selten.

Lässt dieser Druck noch Gelegenheit für klassische Medienarbeit und der Erschaffung von Inhalten? „Es gibt natürlich eine Entwicklung, die durch unsere Größe bedingt ist. Es sind viele Spezialisten dazu gekommen, die für die verschiedenen Disziplinen zuständig sind. Unter anderem wären das: Social Media, Online-Kommunikation, Presse- und Medienarbeit. Operativ passiert sehr viel ohne mich, da muss ich nicht großartig einwirken. Aber ich bin immer noch jemand, der sehr gerne selbst Inhalte kreiert, Strategien entwickelt und Texte formuliert. Gerade wenn es um größere Kunden geht, oder wenn es wichtigere Präsentationen sind. Dann bin ich schon noch ein Medienarbeiter.“ 
In den letzten Jahren konnte Claudio Gallio einige Großprojekte betreuen. Unter anderem auch mehrere der sogenannten „Wissenschaftsjahre“, die vom Bundesministerium für Forschung und Bildung (BMBF) veranstaltet werden. Einige dieser Projekte seien ihm besonders im Kopf geblieben.(...)

Besonders in einer sich ständig wandelnden Medienlandschaft sei ein kompetenter Überblick über den Markt von Vorteil. Vor seiner Zeit bei familie redlich schrieb Gallio unter anderem ein Buch mit dem Titel: „Den eigenen Beruf erfinden – wie Geisteswissenschaftler ihre Chancen nutzen“.  Fast 18 Jahre nach der Veröffentlichung beschreibt  Gallio eine dynamische Medienwelt, die ständig neue Herausforderungen biete:  „Als ich eingestiegen bin, da gab es ganz klassische Berufsgruppen. Durch die Medienkonvergenz und durch die Vielfalt an Kanälen, die bespielt werden, ist heute jeder an sich schon mal sein eigenes Medium“. 

Ein viel größerer Fokus liege auf der Individualität und der Vermarktung der Eigenmarke. Begriffe, welche noch in diesem Jahrzehnt entstanden sind, seien heute teilweise fundamentale Bausteine der Branche.  Auch halte Claudio Gallio eine medial gestützte Ausbildung für wichtig, da man so „in seiner Disziplin ein gewisses Fachwissen und ein Rüstzeug mitbringt“. Das habe sich nicht geändert, sondern sei noch wichtiger geworden. „Ich halte wirklich viel davon eine Sache anzufangen und dann auch abzuschließen. Ob das eine Ausbildung oder ein Studium ist. Gleichzeitig ist es genauso wichtig, sich ein bisschen zu versuchen und zu experimentieren. Ob man einen eigenen Blog pflegt, eine eigene Website hat, oder gewisse Themen besetzt.“ Für Gallio hat Kommunikation an ökonomischen Wert verloren, da sie heutzutage so viel betrieben wird. So muss man sich auch im Klaren sein, dass eine vernünftige Ausbildung nicht mehr zwangsläufig zu einem geregelten Einkommen führt.

Um einen Ratschlag für jeden jungen Neuankömmling in der Medienwelt gebeten, meint Gallio: „Man sollte definieren, zu welchem Zeitpunkt man sich die Freiheit nimmt, auch unterschiedliche Erfahrungen zu machen, um dann aber irgendwann klar eine Richtung einzuschlagen. Als Beobachtung, gerade was deine Generation angeht: Auch, wenn alles so spielerisch aussieht und `irgendwas mit Medien` immer toll klingt, ist das am Ende des Tages doch sehr harte Arbeit. Gerade wenn man das wirklich gut und erfolgreich machen will. Es muss eine grundlegende Bereitschaft da sein, hart zu arbeiten  und nicht direkt nach dem Studium eine Drei-Tage-Woche und nach einem Jahr das erste Sabbatical anzustreben. Ich glaube, dadurch hätte man in der jüngeren Generation heute schon mal ein Unterscheidungsmerkmal, mit dem man zeigt, dass man es wirklich will. Ansonsten: immer am Ball bleiben und auf sein Herz hören.“

 

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