App Designer sind auch Zeitgeist-Künstler

Alles was auf einer App zu sehen und damit auch zu benutzen ist, wird vom App-Designer erstellt.
Fachsprachlich kreiert man das User-Interface. Die Arbeit findet hauptsächlich am Computer statt, wo man Templates (Vorlagen) erstellt und nutzt. Die wichtigste Aufgabe: Einklang zwischen Aussehen und Bedienerfreundlichkeit schaffen. Kreativität und ein Auge für Ästhetik sind dafür unerlässlich. Mit Franka Futterlieb, Professorin im Studiengang Kommunikationsmanagement, und Thorsten Doil, Geschäftsführer von appsynatics, sprachen wir über einen derzeit trendigen Job.

von Dennis Gutjahr

Was macht ein/-e App-Designer/-in?

Was vor zehn Jahren noch Neuland gewesen ist, wird jetzt täglich von fast jedem genutzt: Die Applikation (kurz: App). Seit der Nutzung des Smartphones sind Apps fundamental für die Nutzer geworden. So auch der Beruf des App-Designers. Was macht ein App-Designer jedoch genau? Was für Werkzeuge nutzt er? Was ist eine App überhaupt? Diesen Fragen und weiteren wissenswerten Infos zum Beruf des App-Designers wird hier auf die Schliche gegangen. 

Wesentlicher Punkt des reinen App-Designers ist es „die Schnittstelle zwischen dem Gerät und dem Nutzer zu schaffen“, so die App-Designerin Franka Futterlieb, Design-Professorin an der DEKRA | Hochschule für Medien und Geschäftsführerin des App-Entwicklungs-Unternehmens urbn pockets, welches auf Kinder-Apps spezialisiert ist. Das, was im Endeffekt auf dem Bildschirm des Handys zu sehen ist, wurde vom App-Designer erstellt.

Korrekt gesagt geht es um UX-Design & UI-Design

Fachsprachlich ausgedrückt kreiert er das User Interface (kurz : UI).  Wichtigste Aufgabe für App-Designer ist es, einen Einklang zwischen Aussehen und Bedienerfreundlichkeit der App zu schaffen. Generell unterscheidet man zwischen App-Designern und App-Entwicklern. Der App- Entwickler ist für die Programmierung der App zuständig, zaubert also aus Zahlen und Ziffern das, was der App-Designer als Basis nutzt, um die Apps zu erstellen. Entwickler liefern die Bausteine und Designer setzen diese zusammen.

Wichtigste Tools des Designers sind „Sketch, Adobe XD, Photoshop oder Illustrator“, so Thorsten Doil, CEO der in Berlin ansässigen Firma WhaGoO. Das Unternehmen produziert und verkauft Apps aus hauptsächlich vorgefertigten Templates (Schablonen/Vorlagen), welche sie in Rekordzeit zu kompletten Apps zusammensetzen. Je nach Kundenwunsch können diese mehr oder weniger anspruchsvoll bestückt werden. Um ein  App-Designer werden zu können, braucht man keinen zwingenden Studienabschluss.

Das sollte ein/-e App-Designer/-in mitbringen

Natürlich ist vor allem die Affinität, viel (auch allein) am Computer arbeiten zu wollen, fundamental. Zu den wichtigsten persönlichen Eigenschaften gehören Kreativität und ein gutes Auge für Ästhetik. Auftraggeber oder Betriebe wünschen gegebenenfalls Programmierfähigkeiten und erwarten den sicheren Umgang mit Programmiersprachen wie Hypertext Markup Language (kurz: HTML) und Cascading Style Sheets (kurz: CSS). Auch allgemeine Kenntnisse zur User- Experience (kurz: UX) sind immer gern gesehen. Die UX umfasst das komplette Drumherum einer App - d.h.: Marketing, Verpackung u.v.m., beinhaltet aber auch das User Interface. (...)

Im übrigen sind App-Designer nicht mit Web-Designern zu verwechseln, die auf die Darstellung von Webseiten spezialisiert sind. „Dennoch werden viele Webseiten auf mobilen Geräten genutzt. Also alleine vom Design- Aspekt ist es schon ähnlich“, meint die Berlinerin Franka Futterlieb und führt weiter aus: „Viele Webseiten werden ja auch auf mobilen Geräten bedient und angepasst. Was bei beiden wichtig ist, ist das Responsive Design. Also, dass man darauf achtet, dass es sich der Größe nach anpasst und gewissen Geräten entsprechend andere Inhalte anzeigt.“(...)

Er selbst klingt zuversichtlich, was die Zukunft des App-Designers betrifft. „Momentan haben wir reine oder sehr stark optische Schnittstellen. Aber ich vermute, dass auch in Zukunft zu einem App-Designer gehören wird, akustische Interfaces zu schaffen. Wie kommuniziere ich mit Alexa oder Siri. [...] Auch das Thema augmented reality, das bei Apple und auch bei Google immer weiter voran geht, wird für die Zukunft interessant. Das sind ganz neue Schnittstellen.“ 

Agenturalltag ist mehr als Design

Als oberster Kopf und Geschäftsführer eines App-Entwicklungs-Unternehmens hat Doil natürlich auch Büroarbeit zu leisten. „Das ist ein massiv unterschätzter Zeitfaktor. Wir müssen davon ausgehen, dass das Ganze etwa ein Drittel des Arbeitsaufwandes ausmacht.“ Der Altersdurchschnitt von App-Designern ist relativ jung. Doil ist beispielsweise mit 47 Jahren der Älteste in seiner Firma. Gern gesehen werden junge Talente, auch, weil Firmen Fördergelder für diese bekommen können. Das Worst-Case-Szenario für App-Designer bzw. das ganze Unternehmen wäre, wenn, „eine App aus dem Store fliegt“, so Doil. Das typischste aller Bad-Case-Szenarien sei jedoch das Update. Dann heißt es: Alles nochmal anpassen. Das gleiche gilt, wenn ein neues Gerät rauskommt.

Ein typischer Arbeitstag eines App-Designers am Beispiel von Franka Futterlieb sieht so aus, dass man zuerst im Team bespricht, „wo man steht und was ansteht, um dann die individuellen Aufgaben zu bearbeiten. Es wird eng im Team zusammengearbeitet. Es finden immer wieder Absprachen und Feedback-Runden statt, sowohl mit den Entwicklern als auch mit Kindern, die die Apps ausprobieren. Mir ist es wichtig, dass alle im Team auch einen Einblick in die anderen Bereich haben. Es ist viel Arbeit am Computer, aber auch viel Testen und Ausprobieren.“

 

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