Podcaster/-in: Eine unterschätzte Chance in der Medienbranche

Lange Zeit hat in Deutschland der Fokus auf klassischen Medien wie TV und Hörfunk gelegen, bis sich so langsam neue Medien im Internet entwickelten. YouTube, Netflix, Amazon Prime und weitere Online-Anbieter revolutionierten den medialen Markt und sind seitdem nicht mehr wegzudenken. Audio-Podcasts gehören dazu, auch wenn es so scheint, dass es sich hierbei um eine Trenderscheinung der letzten Jahre handelt, die von vielen noch heute ziemlich unterschätzt wird. Viele wissen nicht einmal, wie ein Podcaster mit seinem modernen Medium Geld verdient und wie er überhaupt funktioniert. 

von Jessica Dümichen

Was ist ein Audio-Podcast?

(...)Den Audio-Podcast gibt es so als Audio-Format nun schon seit mehr als einem Jahrzehnt, doch in Deutschland hat sich das Format nicht so populär entwickelt. Viel bekannter dagegen ist hierzulande das Hörspiel, welches auch mal schnell mit dem Podcast verwechselt werden kann. Das klassische Hörspiel kennen die meisten seit der Kindheit, aber der eigentliche Audio-Podcast differenziert sich schon alleine durch unterschiedlichen Grundeigenschaften. 
Das Hörbuch wird in den üblichen Fällen von einem Sprecher oder einer Sprecherin eingeleitet und im Folgenden durch eine Geschichte geführt. Diese Geschichte, sowie die gesprochenen Texte und Inhalte, stehen schon vor der Aufnahme fest und werden nicht weiter verändert.

Beim Podcast gibt es ein festgelegtes Thema und höchstens eine Gliederung, wie über welches Thema gesprochen wird. Der Inhalt ergibt sich dann erst während der Aufnahme. Es gibt dennoch Ausnahmen und zwar sind das Audio-Podcasts, die wie Nachrichtenberichte oder Reportagen aufgebaut sind. In diesem Fall steht der Text schon vor der Aufnahme fest, aber auch hierbei gibt es einen wesentlichen Unterschied zum Hörspiel: Es wird über eine Sache oder eine Thematik journalistisch berichtet und keine fiktionale Geschichte erzählt! Ein Audio Podcast kann auf jedem Gerät empfangen werden, welches mit dem Internet verbunden ist. Egal, ob über das Smartphone, dem Computer oder auch über einen internetfähigen Fernseher. 

Unter einem Audio-Podcast kann man sich einen akustischen Blog vorstellen. Da ein Blog auch von mehreren Beiträgen lebt und so erst wirklich interessant für Leser wird. Der Podcast besteht aus einer Serie von Audiodateien, sozusagen aus Episoden. Man kann die Episoden eines Podcasts auf verschiedenen Plattformen beziehungsweise Apps finden, zum Beispiel auf Spotify, SoundCloud, Audible, Deezer oder iTunes. Audio-Podcast gibt es zu den verschiedensten Themen, von Komödien oder Sport, bis hin zu Wissensthemen wie Technik oder Business. 
Das akustische Format bietet nicht nur gegenüber den klassischen Formaten gewisse Vorteile, sondern auch im Vergleich zu Streaming Plattformen wie Net­flix und Co. liegen Podcasts weit vorn.(...)

Auch das Aufzeichnen von Podcasts ist in gewisser Hinsicht einfacher und mit weniger Kosten verbunden als zum Beispiel YouTube Videos. Denn für den akustischen Beitrag benötigt man nur eine minimale Anschaffung. Lediglich ein Mikrofon und ein Computer reichen aus, um Beiträge zu erstellen, zu bearbeiten und dann hochzuladen. Die Werkzeuge zur Erstellung sind somit nicht allzu komplex und die technische Handhabung kann leicht verstanden werden. Ein Podcast kann durch seine serielle Funktion ein täglicher Begleiter werden. Durch das alltägliche „akustische Treffen“ entsteht eine besonders starke und emotionale Beziehung zwischen Hörer und Podcaster.

Wie wird ein Audio-Podcast produziert?

Es ist recht simpel einen Podcast zu produzieren. Mikrofon und Computer werden vom Podcaster für seine Arbeit benötigt. Zum Anfang sollte man sich einer groben Thematik annehmen, um sich anfangs in der Podcast-Branche einordnen zu können und um später von potentiellen Hörern kategorisch gefunden zu werden. Des Weiteren sollte sich auch jede Episode um ein kleines Thema drehen, um die Interessen des Hörers zu wecken. (...) Danach ist der Podcast so gut wie fertig und muss nur noch als Audiodatei auf einer Online-Plattform oder ein dafür vorgesehenes Portal hochladen werden. Im Nachhinein ist es aber besonders wichtig, den Podcast zu teilen. Das geht zum Beispiel durch das Verlinken auf mehreren sozialen Netzwerken (z.B. Instagram, Facebook, Twitter).

Ein kleiner Podcast kann natürlich noch nicht von der einfachen Existenz seines Podcasts leben. Dabei ist es ähnlich wie auf sozialen Netzwerken, auch da braucht man erst einmal eine gewisse Anzahl von Abonnenten, um damit Geld verdienen zu können. Aus diesem Grund ist die Arbeit mit der eigenen Stimme für die meisten Privatpersonen nur eine Freizeitbeschäftigung. Möchte man mit seinem Audio-Podcast wirklich selbstständig werden, dann ist eine große Hörerschaft von Bedeutung. Es gibt dabei unterschiedliche Möglichkeiten als Podcaster Geld zu verdienen.

Wie kann man als Podcaster Geld verdienen?

Möglichkeit Nummer eins: eine große Reichweite zu haben. Denn dann lohnt es sich mit einer Bühnenshow auf eine Tour zu gehen. Heute gibt es schon einige Podcaster, die genau das geschafft haben. Zum Beispiel gibt es zwei junge Mädchen, die man in der Branche unter dem Podcast-Namen „Besser als Sex“ kennt. Beide waren Ende 2018 mit ihren Podcast- Inhalten auf Bühnen Tournee. 

Ein weiterer Weg, um mit den eigenen Podcast-Episoden Geld zu verdienen, ist die Kooperation mit Unternehmen. Dabei dreht sich alles um bezahlte Werbung in den einzelnen Episoden. In den meisten Fällen wird eine Firma gemeinsam mit einem bestimmten Rabattcode beworben und genau über diesen Rabattcode bekommen die Podcaster dann eine gewisse Provision. Ein Spenden-Button bietet dann noch eine weitere Möglichkeit für den Arbeitsaufwand von seinen Hörern auf direkten Weg belohnt zu werden.(...)

 

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