Content Creator: Der Traum vom Youtube- und Twitchstar

Content Creator auf Websites und Live-Stream-Plattformen wie „Twitch“ oder der Videoplattform „Youtube“ sind Vorbilder für junge Generationen und der Markt sprudelt nur so von neuem Material.  Youtube-Stars mit Millionen von Abonnenten wirken als Inspiration und Identifikationsfigur für viele Jugendliche und somit ist der „Das will ich auch machen“- Effekt vorprogrammiert. Doch was für viele spielerisch einfach aussieht, hat oft eine harte Realität. Die Zahl der Menschen, die ein nachhaltiges Einkommen aus diesen Arbeiten generieren, ist bisher noch eher gering. Dennoch träumen viele von einem selbstbestimmten Leben als Content Creator. 

von Marvin Miller

Das Problem der „Content Überflutung“

2015 vermelden offizielle Zahlen, dass 400 Videos jede Minute auf der Videoplattform Youtube hochgeladen werden. (...) Die Gesamtgröße aller Videos auf Youtube wird von der Website: live-counter.com mit 49.048 Jahren angegeben. 
Wer dort nicht einfach eine Zahl in der Statistik sein will, der braucht wirkliche Argumente, um für sich zu werben. Denn Fakt ist, dass Content genug vorhanden ist und auch konstant neu gebracht wird.

Ähnlich sieht das Feld der Live-Streamer aus. Auf Twitch.tv streamen zu diesem Zeitpunkt tausende Menschen, wie sie Videospiele spielen und dabei ihre Zuschauer unterhalten. Oft werden dafür mehrere Stunden täglich und  über mehrere Monate gebraucht. Das alles ohne eine Garantie, dass man am Ende tatsächlich ein Einkommen hat. 

(...) Auch, wenn die Einkommensmodelle auf Youtube und Twitch unterschiedlich sind, kann man allgemein sagen, dass Twitch eine nachhaltigere Möglichkeit bietet, um Einnahmen zu generieren, sobald man eine gewisse Größe erreicht. Gewiss ist die Konkurrenzsituation gleich, wenn nicht sogar schwieriger. Immerhin muss ein Streamer Zuschauer dazu bewegen, während eines bestimmten Zeitpunkts einzuschalten und nicht - wie im Falle von Youtube -  einfach bei Gelegenheit zu sehen. 

Erfolgsgeschichte Martin Guerrero

Der Youtuber und Live Streamer Martin Guerrero ist jemand, der sich gegen die Wahrscheinlichkeiten durchgesetzt hat. Martins Youtube-Kanal, welcher mittlerweile über 100.000 Abonnenten verzeichnet, ist dem Profi-Wrestling gewidmet. Er beleuchtet in Wochenformaten wie z. B seinen „Wrestling-News“ die Vorkommnisse in der Welt des Wrestlings, oder bietet mit Reviews Einblicke in kürzlich beendete Events von World Wrestling Entertainment und Co. Mit einer Mischung aus Expertise und Humor schafft es Martin regelmäßig hunderte Zuschauer in seine Live Streams zu bewegen, in denen er verschiedene Videospiele streamt, oder gemeinsam mit Zuschauern ein Wrestling Event guckt.

(...) Ein typischer Arbeitstag vom Martin Guerrero dreht sich hauptsächlich um  Sport. Die Produktion von Videos und die Revision der vergangenen Events nehme dabei die meiste Zeit in Anspruch. Durch Sport habe er fast seinen einzigen Kontakt zu Menschen im „Real Life“. Abends gehe er an die Vorbereitung für seinen Live Stream und irgendwann auch „On-Air“. Wochenenden und Feiertage seien bei seinem Job nicht vorhanden.

Das Reizvolle an seinem Job sei, dass er über Inhalte selbst entscheiden und somit seiner Leidenschaft folgen könne. Außerdem sei es großartig, anderen die Möglichkeit zu geben, mit den Videos ein wenig ihren Alltag vergessen zu lassen und mit ihnen Interessen zu teilen. Etwas, das Martin mit vielen Youtubern zu teilen scheint. Die Freiheit über Themen und Zeitpunkte zu entscheiden, wird auch von anderen Content Creatoren als ein Hauptgrund für ihre Berufswahl genannt.

(...) Laut Martin brauche man ca. eine Millionen neue Klicks jeden Monat, um ein geregeltes Einkommen zu beziehen. Wer das aber schafft, oder es sogar übertrifft, kann unter Umständen mehr aus sich machen, als er anderswo geschafft hätte. Es sei denn, die Einkommensmöglichkeiten ändern sich. Dies kann rasant geschehen, wie das vergangene Jahr zeigt. 

Die Einkommensmöglichkeiten unterliegen auch (technischen) Risiken

Denn wer im letzten Jahr auf YouTube aktiv war, der wird  von der Adpocolypse gehört haben. Die Situation war folgende: Nach einem Update der Nutzerbedingungen wurde ein Algorithmus eingeführt, um die „Werbefreundlichkeit“ von monetarisierten Videos einzuschätzen und diese ggf. wieder zu entmonetarisieren. Dies führte zu viel Unmut in der Community und auch Martin Guerrero wurde Opfer der fehlerhaften Software. Viele Content Creator verloren ihr festes Einkommen und unweigerlich kam die Frage auf, wie es mit YouTube weitergehe, falls sich die Leute, die es am Leben halten, nicht auf ihr regelmäßiges Einkommen verlassen können (...). 

Martin Guererro sieht das aber bisher eher entspannt: „Andauernd gibt es irgendein Thema, ein Gesetz oder Regelung, welche alles ändert. Im Endeffekt wird es aber immer Leute geben, die andere Leute und ihre Meinungen sehen wollen. Ob die Plattform jetzt YouTube… oder eine andere ist. Außerdem ist YouTube ein Teil von Google und hat damit einen ordentlichen Batzen Geld im Rücken.“

Wie viel verdient ein Content Creator?

Auch mit den Werbeeinnahmen habe es sich wieder normalisiert. Auch wenn die ersten Zeiten hart gewesen seien, da Wrestling Themen auf der „schwarzen Liste“ des Youtube Algorithmus landeten, sei dort mittlerweile eine Unterscheidung vorgenommen worden, die das Problem einer Entmonetarisierung behoben habe. 
Abschließend lässt sich der Beruf des Content Creators als sehr interessant aber ebenso riskant beschreiben. Ein geregeltes Einkommen ist selten möglich und Regulierungen, oder Änderungen an Nutzerbestimmungen, können oft Unsicherheiten verursachen. Dazu kommt, dass ein enormer Arbeitsaufwand nötig ist, um überhaupt eine Chance zu haben, seine Videoproduktion auf Youtube und Twitch wirtschaftlich rentabel zu machen. (...)

Wer den Beruf ergreift, hat meist eine Sieben-Tage-Woche und strikte Zeitpläne

Für den Beruf spricht, dass viele Creator aus einem Hobby heraus damit anfangen. Was bedeutet, dass meistens viel Interesse vorhanden und Motivation meist gegeben ist. Das Kreieren von eigenen Inhalten nach komplett individuellem Belieben ist eine weitere Faszination. „Der eigene Chef sein“ und in jedem Fall selbst die Entscheidungsgewalt zu haben, reizt dabei wohl am häufigsten. 

Die Zahlen, welche Content Creator mit Millionen von Abonnenten vermerken, ist wohl ebenfalls ein Anreiz es zu versuchen, sobald man eine gewisse Größe erreicht. Talent reicht zwar nicht aus, aber wenn man für diesen Lebensstil der kompletten Eigenvermarktung gemacht ist, kann der Beruf eines Content Creators eine spannende Job-Option sein. 

 

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