Journalismus Studierende begleiten die Common Effort Konferenz

Vom 14. Oktober bis zum 16. Oktober haben unsere TV-Journalistinnen den 9. Workshop der Vereinigung Common Effort in der Julius-Leber-Kaserne begleitet. Kernfrage der Konferenz: Wie kann eine erfolgreiche zivil-militärische Zusammenarbeit aussehen? Studierende des Studiengangs Journalismus und PR berichten.

Vom 14. Oktober bis zum 16. Oktober 2019 haben unsere TV-Journalistinnen den 9. Workshop der Vereinigung Common Effort in der Julius-Leber-Kaserne begleitet. Kernfrage der Konferenz: Wie kann eine erfolgreiche zivil-militärische Zusammenarbeit aussehen? Studierende des Studiengangs Journalismus und PR berichten.

Common Effort ist eine Plattform, die sich mit der Verbesserung von Stabilität und Sicherheit in Krisengebieten auseinandersetzt. Im Jahr 2015 wurde die Vereinigung von verschiedenen Organisationen, unter anderem von Regierungs- sowie Nichtregierungsorganisationen, polizeilichen und militärischen Instanzen aus Deutschland und den Niederlanden ins Leben gerufen. Seither gehören zu den partizipierenden Instanzen mehr als 50 Organisationen. Um effektive Lösungen herbeizuführen, sollen die anwesenden Instanzen mit gebündelten Kräften und Kompetenzen zu Lösungen kommen.

Schwerpunkt Sahelzone

Thema des diesjährigen Workshops war die Sahelzone. Dabei handelt es sich um die Länder Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger und Chad. Ziel des studentischen Projekt war, Common Effort als Vereinigung zu erklären und andererseits die Ergebnisse des Workshops zusammenzutragen. Die großen Themen, denen sich die Studierenden in der Projektdokumentation widmeten, waren „Erzählperspektiven“, „Stärkung der Rolle der Frau“, „Schaffung von Eigentumsrechten“ und „Krisenkommunikation“.

Organisierte Kriminalität, Extremismus, Frauenfeindlichkeit und Armut sind nur einige Beispiele in der problembelasteten Region im Sahel. Es bedarf dafür strategischer Lösungsansätze, die im Rahmen der Vereinigung „Common Effort“ besprochen und ausgearbeitet werden sollen. Für diesen Zweck wurde ein Fokus von drei Jahren auf die Sahelzone festgelegt. Zur diesjährigen Veranstaltungen erschienen mehr als 200 Personen, darunter Teilnehmende aus dem Sahel, Europa und den USA.

Kernfrage war unter anderem, wie große Organisationen es schaffen, Erzählperspektiven zu kreieren, die verfangen. Die Herausforderung ist, gerade in einem Krisengebiet wie dem Sahel, diese Perspektiven auf einem Weg zu kommunizieren, dass diese auch glaubhaft vermittelt der Zielgruppe werden können.

Bereits am ersten Tag führten die Studierenden (Studiengang Journalismus und PR, Spezialisierung TV-Journalismus) Interviews mit den Experten vor Ort. Die Interviews dienten als Leitfaden für das Projekt. Darüber hinaus wurde aus verschiedenen Vorträgen und Reden Material für für die Dokumentation des Projektes verwendet. Wertvolle Quelle waren die täglich stattfindenden Expertenmodule, in denen spezifisch auf die Problematiken und deren Bearbeitung im Sahel eingegangen wurde.

Es ging hervor, dass Common Effort mehr als nur eine Trainingsplattform sei und wichtige Informationen und Ergebnisse liefere, die gerade in Zusammenarbeit mit Menschen aus der Sahel-Zone erarbeitet werden müssen. Die Stärkung der Rolle der Frau sei ebenso von hoher Bedeutung, denn diese ist unbedingt anzusprechen, wenn es um Sicherheit und Frieden in der Sahelzone ginge.

Mikropolitik ist mehr als ein Wort

Am letzten Tag wurden die Interviewpartner ein letztes Mal vor die Kamera gebeten, um ein Fazit der Arbeitsprozesse zu geben. Konsens war, dass die oben aufgeführten Probleme, nur in Zusammenarbeit mit den Menschen, die sich vor Ort auskennen, gelöst werden können. Zu den interviewten Personen gehören unter anderem Staatssekretär Thomas Silberhorn, Lt. Col. Sven Heinrichs, Lt. Col. Mattias Duchscherer, der niederländische Diplomat Maarten van den Bosch, Frauenrechtsaktivistin Dr. Justine Coulidiati-Kielem und Dr. Michael Beuthner (Studiengangsleiter und Professor im Studiengang Journalismus und PR) von der DEKRA | Hochschule für Medien.

Der Bericht der DEKRA-Studierenden wurde am Donnerstag, den 17. Oktober 2019, im Auswärtigen Amt ausgestrahlt. Er bot eine Basis für die anschließende Podiumsdiskussion über die Ergebnisse der letzten Tage und wurde von allen Anwesenden als inhaltlich wertvoller Input auf hohem technischen Niveau gelobt.

Mitwirkende bei der Produktion waren die Studentinnen Patricia Neumann und Meri Väyrynen (Studiengang Journalismus und PR) sowie Prof. John Kantara (Journalismus und PR) und Josh Kantara.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Beteiligten für die angenehme Zusammenarbeit.


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