Filmwissenschaft und Psychoanalyse im Dialog

Filmprofessor Dr. Marcus Stiglegger diskutierte in München den Filmklassiker BLOW UP mit der Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalyse e.V. (MAP).

Filmprofessor Dr. Marcus Stiglegger diskutierte in München den Filmklassiker BLOW UP mit der Arbeitsgemeinschaft für Pychoanalyse e.V. Ansicht des Veranstaltungsortes Neu Rottmann Kino.

Am Freitag, den 20. Juli 2018, wurde Filmprofessor Dr. Marcus Stiglegger von der Münchener Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalyse e.V. (MAP) ins Neu Rottmann Kino eingeladen, um dort in einem einstünden Vortrag den Film BLOW UP zu analysieren und danach interdisziplinär zu diskutierten. Stiglegger ist Professor im Studiengang Film und Fernsehen und Vizepräsident der DEKRA | Hochschule für Medien.

Der Film BLOW UP (1966) des italienischen Regisseurs Michelangelo Antonioni erzählt die Geschichte des Modefotografen Thomas in den Londoner Swinging Sixties. Auf der Suche nach Motiven entwickelt er in der Dunkelkammer Fotografien, auf denen er Hinweise auf ein Gewaltverbrechen entdeckt. Als er dem nachgehen will, verschwinden Spuren und Indizien, die Grenzen zwischen Abbild und Wahrgenommenem, Fantasie und Realität verwischen zusehends. Beim Versuch der Klärung durchläuft der Protagonist eine Entwicklung. Er gibt seine narzisstisch egozentrierte Position auf und erkennt  – ähnlich einem psychoanalytischen Prozess -, dass seine Wirklichkeit nicht absolut gesetzt, sondern etwas mit anderen gemeinsam Geteiltes ist.

BLOW UP ist nicht nur ein Kultfilm, sondern erlangte filmwissenschaftlich internationale Bedeutung. Er wurde als Antonionis kommerziell erfolgreichster Film zweimal für den Oscar und einmal für den Golden Globe nominiert und gewann den Grand Prix in Cannes.

Die Veranstaltung war mit über 100 Besuchern nahezu ausverkauft und wird zukünftig zweifellos mit einem anderen Beispiel erneut stattfinden. Weitere Infos: https://psychoanalyse-map.de/


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