Thorsten Alsleben redet Tacheles

Journalismus-Studierende zu Besuch bei der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT). Hauptgeschäftsführer Thorsten Alsleben diskutiert mit ihnen über politische Kommunikation.

Journalismus-Studierende zu Besuch bei der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT). Hauptgeschäftsführer Thorsten Alsleben diskutiert mit ihnen über politische Kommunikation.

Da staunten die jungen Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten der DEKRA | Hochschule für Medien nicht schlecht, wie offen der Hauptgeschäftsführer der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) in der Bundesgeschäftsstelle in Berlin, Thorsten Alsleben, mit ihnen über aktuelle Themen wie den Dieselskandal, die Migrationsproblematik, Wirtschaft  und Europa sprach. Der studierte Jurist war unter anderem zuvor Redakteur der Deutschen Welle und  Korrespondent im ZDF-Hauptstadtstudio, kann also zugleich aus der Perspektive der Journalisten die politische Kommunikation über Themen reflektieren und tat dies gemeinsam mit den Studierenden, hier in Berlin.

Die Studierenden besuchten die MIT im Rahmen des Moduls „Journalismus und PR“

Die Studierenden des Studiengangs Journalismus und PR waren mit Prof. Dr. Michael Beuthner im Rahmen des Moduls „Journalismus und PR“ bei der MIT.  Ziel war es, den Studierenden praktisch angewandt das Verhältnis von Journalismus und Public Relations zu vermitteln. Der Studiengang kombiniert nämlich beides miteinander und vermittelt es als zwei Bereiche, die zwar trennbar aber in der Praxis meist eng miteinander verbunden sind. Umso wichtiger ist es da, beide Bereiche genau zu begreifen und, wenn notwendig, voneinander unterscheiden und eigenständig betrachten zu können. Dieser Versuch gelang den Studierenden bei dieser Exkursion gut. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Thorsten Alsleben für seine Zeit und Mühe!

Diskutiert wurde dabei unter anderem über den Vorwurf, dass manche Journalisten ideologisch zu vorgeprägt in ihre Recherche gehen und somit nicht mehr Ergebnis offen seien; über den Eindruck, dass Politiker oftmals eingeschränkt Ahnung von Wirtschaft hätten und sich zurückhaltender äußern bzw. es besser Rücksprache halten sollten; über die Forderung, dass der Staat eine „Rückfallposition“ für seine Bürger bilden sollte, wenn diese unverschuldet durch Krankheit, Arbeitslosigkeit etc. in Schwierigkeiten geraten; über den Kampf um die Deutungshoheit von Daten und Fakten und die Notwendigkeit des Factcheckings auf allen Ebenen; über das neue EU-Urheberrechtsabkommen und über zu viel Symbolpolitik der Populisten.

Es wurde spürbar, dass der persönlich Austausch zwischen Kommunikatoren wie Alsleben und Journalisten wie Journalistinnen wichtig ist, wenn es um konstruktiven Streit, voranbringenden Dialog und Klarheit in Bezug auf Argumente und Daten zu  - und in einer Sache geht. Alsleben formulierte resümierend seinen Eindruck, dass die Kommunikationssysteme (Politik, Journalismus, Public Relations etc.) nicht unbedingt über die falschen Themen, sondern oft nur falsch über die richtigen Themen debattieren. 

Über die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung von CDU und CSU

Die MIT ist mit rund 25.000 Mitgliedern der stärkste parteipolitische Wirtschaftsverband in Deutschland. Er steht für die Interessenvertretung für Soziale Marktwirtschaft im Sinne Ludwig Erhards und fordert mehr Unternehmergeist in der Politik, tritt ein für die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft und für die Förderung der Kreativität und der Eigenverantwortung der Bürger, fordert den Verzicht auf übermäßige staatliche Eingriffe in das Wirtschaftsleben und die Sicherung des Leistungswettbewerbs. Im MIT-Bundesvorstand engagieren sich Unternehmer, Führungskräfte aus der Wirtschaft und Politiker aus ganz Deutschland. Gemeinsam beraten sie über die strategische und inhaltliche Ausrichtung der MIT und erarbeiten Lösungen, um die Rahmenbedingungen für Familienunternehmen und die Wirtschaft insgesamt zu verbessern.


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