KONTAKTE 2017: Studierende drehen Filmdokumentation zur Biennale für Elektroakustische Musik und Klangkunst

Im September 2017 wurde die Akademie der Künste zu einem großen Experimentallabor. Mit Konzerten, Klanginstallationen, Künstlergesprächen und Workshops fand das Festival KONTAKTE in seiner zweiten Ausgabe statt. Ein Team von Studierenden war vor Ort, um die gesamte Veranstaltung filmisch zu begleiten.

Im September 2017 wurde die Akademie der Künste zu einem großen Experimentallabor. Mit Konzerten, Klanginstallationen, Künstlergesprächen und Workshops fand das Festival KONTAKTE in seiner zweiten Ausgabe statt. Ein Team von Studierenden war vor Ort, um die gesamte Veranstaltung filmisch zu begleiten.

Konzerte, Klanginstallationen, Performances, Künstlergespräche, Filme, Workshop – das versprachen sich Gäste der Veranstaltung und wurden nicht enttäuscht:

28 Ur- und Erstaufführungen und mehr als einhundert Künstler aus 27 Nationen präsentierten ihre elektroakustische Musik und Klangkunst beim KONTAKTE Festival in Berlin. Ein Team von Studierenden des Studiengangs Film und Fernsehen war in Begleitung von Dozent Klaus Dörries vor Ort, um die gesamte Veranstaltung filmisch zu begleiten. Für die Studierenden der DEKRA | Hochschule stellte das Festival eine gelungene Herausforderung dar, ihr Können an der Kamera und in der Postproduktion unter Beweis zu stellen.

Unter Anleitung von Film- und Fernsehen-Dozent Klaus Dörries entstand eine 54-minütige Filmdokumentation der gesamten Veranstaltung. Sie umfasst nicht nur Einblicke in das Festival, sondern auch Interviews und Gespräche mit den mitwirkenden Künstlern. Mittlerweile ist die Dokumentation auch auf DVD erhältlich – einen kurzen Einblick gibt der Trailer (s. unten).

Die Höhepunkte des Festivals, denen sich die Dokumentation im Besonderen widmet, waren unter anderem drei neue Produktionen von Wolfgang Heiniger, Kirsten Reese und José María Sánchez-Verdú, die unter Einbeziehung von Hermann Scherchens rotierender Lautsprecherkugel in zwei Konzerten mit dem Ensemble ascolta und den Neuen Vocalsolisten uraufgeführt wurden. Außerdem gab es Neuproduktionen elektronischer Klangkunst zu hören, die den Schaffensprozess und die Interferenzen von Musik und Forschung als treibende Kräfte aufspüren, so Werke von José Manuel BerenguerChristina KubischHans Peter Kuhn und Gerriet K. Sharma. Historischer Programmschwerpunkt war Hermann Scherchens Elektroakustisches Experimentalstudio in Gravesano.

Besondere internationale  Gäste in diesem Jahr waren Vertreter/-innen des Staatlichen Studios für Elektroakustische Musik Havanna, Kuba, die in einer Koproduktion ein neues Konzertprojekt mit kubanischen Künstler/-innen präsentierten.

Zusätzlich zu den internationalen und überregionalen Projekten stellte sich auch die besonders vielseitige Musikszene Berlins einen wesentlichen Teil des Festivals dar: Unter anderem waren Berlin PianoPercussion, das Berliner Lautsprecherorchester und Les Femmes Savantes vor Ort.  Auch die Berliner Live-Coding Community und das netzwerkbasierte gemeinsame Musizieren trugen zum Erfolg der Veranstaltung bei. Mit Interventionen im öffentlichen Raum, Klanginstallationen und dem Workshop Share Control, Share Influence, dessen Motto sich das Festival sogar zu eigen machte, förderten sie vor allem Interaktion und gemeinsames Musizieren, auch über die Grenzen der Festival-Community hinaus.

Begleitet wurde das viertägige Veranstaltungsprogramm zudem von einer Präsentation mit Materialien aus dem Hermann-Scherchen-Archiv und einer Wandinstallation aus der Serie Das imaginäre Studio von Johanna Diehl, die sich mit den Apparaturen der elektronischen Studios der Nachkriegszeit beschäftigt, darunter Scherchens legendärer Nullstrahler.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Organisator/-innen der Veranstaltung sowie an die Akademie der Künste in Berlin, für die Zusammenarbeit an der Filmdokumentation. Ein spezieller Dank geht  an die künstlerische Leitung Garcia Karmandas und natürlich das gesamte Produktionsteam! Dazu gehörten:

Kamera: Eva Goebel, Ron Jäger, Adam Krasz, Kris Limbach und Martin Wolff
Ton: Luis Burghardt und Irina Guldimann
Assistenz: Nicholas Kirchner
Schnitt: Klaus Dörries
Tonmischung: Michael Hauscheke
Regie: Klaus Dörries

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