Sina Eberhardt

Sina Eberhardt studierte Fernsehen und Film. Sie empfiehlt die persönliche Atmosphäre und den engen Draht zu den Dozent/-innen.

Wann hast du dich für ein Fernsehen und Film Studium entschieden?

Ich habe mir nach meinem Abitur auf Rügen ein Jahr freigenommen und habe die Zeit zum jobben genutzt. In dieser Zeit habe ich auf der Insel Rügen bei Störtebeker als Statistin gearbeitet und konnte bei den Proben sehr viel über die Arbeit an einem Theaterstück erfahren. Gerade das Drehbuch und die Rolle des Regisseurs haben mich sehr interessiert. Außerdem bin ich ein großer Iris Berben Fan und verfolge schon seit längerem ihre Filmkarriere. Ich hoffe, dass ich irgendwann auch einmal an solchen Stoffen mitarbeiten werde.

Was gefällt dir an deinem Studium an der DEKRA Hochschule für Medien?

Mir gefallen die kleinen Gruppen in denen man studiert. Alles ist sehr persönlich - auch zu den Dozent/-innen hat man einen persönlichen Draht.

Schließt die Frage an: Was gefällt dir nicht so?

Na ja, manchmal sind die kleinen Gruppen auch ein Nachteil - zumindest wenn zu wenige Student/-innen kommen, weil sie es mit der Anwesenheit nicht so ernst nehmen. Mich stört, dass einige Student/-innen ihr Studium zu locker sehen und kommen, wann sie wollen.

Was war bisher dein erfolgreichstes Projekt?

Mein erfolgreichstes Projekt war der Film "Denk mal", den ich im Rahmen des "Tag des offenen Denkmals" in Berlin über die denkmalgeschützte Hufeisensiedlung von Bruno Taut gedreht habe.

Wie bist du an dieses Projekt rangekommen?

Mein Dozent Prof. Rolf Teigler hatte Kontakt zur Projektleiterin Jennifer Fielding, die wiederum mit einem Gymnasium in Verbindung stand, dessen SchülerInnen ebenfalls über die Hufeisensiedlung recherchiert haben. So habe ich den Film mit den SchülerInnen gemeinsam gedreht, bzw. habe die SchülerInnen in meinem Film vorkommen lassen. Herausgekommen ist ein Film über die Bauhaus Siedlung mit seiner besonderen Farbgebung, ein Siedlungshausmodell aus Pappe, was die SchülerInnen gebastelt haben und was später Kinder anmalen durften.

Was war der aufregendste Teil des Projekts?

Das war ganz klar die Filmpremiere im Bärensaal vor Publikum. Ich glaube, das Publikum war sehr dankbar auch mal eine jüngere Sichtweise auf ein Denkmal präsentiert zu bekommen und war sehr beeindruckt von unserer Arbeit. Ich habe Regie geführt, mein Kommilitone Florian Vlasek war Kameramann und unser Dozent Marko Peppel hat uns mit dem Licht geholfen. Die Musik hat Enrico Reuter, ein Kommilitone und guter Freund von mir, extra für dieses Projekt komponiert.

Das klingt ja alles gut! Arbeitest du in deiner Freizeit auch an eigenen Filmen?

Ja, ich habe zum Beispiel mein erstes Musikvideo gedreht, wofür ich das Drehbuch geschrieben habe. Den Straßenmusiker habe ich einfach angesprochen, weil mir seine Musik gefallen hat. Die Schauspielerin habe ich über eine Facebook-Gruppe gewonnen. Das Musikvideo heißt "Cinderella". Ein langsames, optimistisches Lied über die Liebe, gesungen von einem Iren.

Über mich persönlich kann ich sagen: Ich freue mich auf neue Herausforderungen und bin gespannt, wohin mein Weg mich führt. Ich hoffe, viele interessante Menschen kennenzulernen und mehr über mich selbst zu erfahren. Vielleicht nimmt mich mal ein erfahrener Regisseur an die Hand und zeigt mir die Welt des Films aus seiner Sicht - das wäre ein Glücksfall!


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