Politisches Kino - Neue Publikation aus dem Studiengang Film und Fernsehen

Der Sammelband "Politisches Kino" stellt der interessierten Öffentlichkeit vier ausgewählte Abschlussarbeiten des Studienganges Film und Fernsehen der DEKRA | Hochschule für Medien.

Foto: Prof. Dr. Marcus Stiglegger

Die Herausgeber Prof. Dr. Marcus Stiglegger und Prof. Rolf Teigler sowie die Autoren widmen sich in ihren Texten einem Kino, das die humanistischen Werte der westlichen Zivilisation als seine zentrale Grundhaltung nennt. Es sind die Erzählungen der Geister der freiheitlichen, liberalen, antirassistischen Bewegungen, der Kämpfer für die Emanzipation von Homosexuellen, Transsexuellen oder Transgender. Sie definieren diesen Kampf nicht als eine waffenstarrenden Auseinandersetzung, vielmehr suchen sie nach den adäquaten filmkünstlerischen Mitteln,  mit dem sie ihre Anliegen dem Publikum vermitteln.

Philipp Wendland zeigt am Beispiel von Oliver Stones Vietnamkriegs-Trilogie, wie Spielfilme Traumata filmisch vermitteln und dazu betragen, Trauma Symptome zu verstehen und zu behandeln. Max Kaufmann vergleicht die Filme von Vater und Sohn: 

Constantin Costa-Gavras und Romain Gavras und untersucht auf diese Weise zwei generationenbedingte Zugänge zum "politischen Bewegtbild". Alina Seipelt analysiert in ihrer Arbeit die Darstellung einer Figur, die den Schritt vom Zweifel an ihrer männlichen Geschlechtsidentität bis zum öffentlichen Auftritt als Frau beschreibt. Benno Schoppmann geht es bei seiner Auseinandersetzung mit Pedro Almodovar darum, eine Arbeit vorzustellen, die im politischen Kontext verortet ist, die aber in ein Konstrukt ästhetischer Gestaltungsmittel einbettet wird.

Diese Reihe mit außergewöhnlichen Anschlussarbeiten wird fächerübergreifend fortgesetzt.

Das Buch erscheint als zweiter Band in der Schriftreihe „Medienkommunikation reloaded“ der DEKRA | Hochschule für Medien. Der erste Band der Reihe „Transmediales Erzählen“ erschien bereits im Herbst 2017 und wurde von Prof. Dr. Michael Beuthner, Prof. Dr. Udo Bomnüter und Prof. Rolf Teigler herausgegeben.

 „Transmediales Erzählen“ bildet den Auftakt einer Publikationsreihe zum Thema „Medienkommunikation reloaded“ der DEKRA | Hochschule für Medien, welche das Ziel hat, herausragende Ergebnisse ausgewählter Abschlussarbeiten in den Studiengängen Journalismus, Medienmanagement und Fernsehen und Film einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Durch die Erforschung der Rahmenbedingungen, Chancen, Risiken und Herausforderungen moderner Medienkommunikation sollen anregende Erkenntnisse geliefert werden, mit denen der Diskurs um Medienqualitäten fortgeführt wird. Gerade in der „grauen Literatur“ erkunden Studierende spezifische, zumeist anwendungsorientierte Aspekte dieses Themengebietes. Durch deren selektive, redaktionell begleitete Publikation sollen Lücken geschlossen und Impulse für praktische Anwendungen und weiterführende Forschung gegeben werden. Im vorliegenden Band findet sich ein interdisziplinärer Ansatz zum Konzept des transmedialen Erzählens.

Iris Noa befasst sich dabei mit der innovativen Darstellungsform Webdokumentation, und Marleen Hundt setzt sich mit der Schnittstelle zwischen klassischen Erzählweisen eines Filmdramas und transmedialen Möglichkeiten auseinander. Christina Mühlparzer thematisiert schließlich die Frage, ob insbesondere der Lokaljournalismus auf transmediale Optionen setzen muss.

Die Herausgeber Dr. Michael Beuthner, Dr. Udo Bomnüter und Rolf Teigler sind Professoren in den Studiengänge Journalismus, Medienmanagement und Film und Fernsehen an der DEKRA | Hochschule für Medien in Berlin.


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