Phillipp Assauer

Die Show „Stars in Concert“ im Estrel Hotel Berlin ist die größte und aufwändigste Doppelgänger-Show in Deutschland. Phillipp Assauer, Student der DEKRA | Hochschule für Medien, ist hinter den Kulissen dieser Mega-Show der Leiter der Videoabteilung. Im Interview berichtet er über seine spannenden Aufgaben.

Phillipp Assauer, Student der DEKRA | Hochschule für Medien im Studiengang Film und Fernsehen, ist im Estrel Hotel Berlin der Leiter der Videoabteilung. Im Interview berichtet er über seine spannenden Aufgaben.

Interview von: Thalia Sporleder und Patricia Dietz

Erzähl uns doch erst einmal ein bisschen was über Dich.

Ich komme gebürtig aus Münster und habe das Studium Film und Fernsehen hier an der DEKRA Hochschule für Medien angefangen. Wie ich auf die kam, weiß ich gar nicht mehr. Ich weiß noch, dass ich mir mehrere Filmhochschulen herausgesucht hatte und nur hier habe ich Bafög Unterstützung gekriegt. Das war am Ende ausschlaggebend, mich zu bewerben.

Du arbeitest im „Estrel“. Was machst Du da eigentlich so? Was sind Deine Aufgaben?

Ich bin technischer Leiter von der Videoabteilung im Festival- Center, wo hauptsächlich „Stars in Concerts“ gespielt wird. Da bin ich für die Shows verantwortlich, dass die funktionieren und dazu haben wir noch zwei große Convention Halls, wo ich dann auch als Techniker arbeite, also mir Baupläne vom Aufbau der Show angucke. Ich baue selber nicht mehr auf, sondern ich gucke sie mir nur noch an und überprüfe, dass die Shows auch laufen.

Wie bist Du zu diesem Job gekommen?

Das Bafög-Amt hatte mir geschrieben, dass mein Bafög aufhört und dann hatte ich einen Monat Zeit mir einen Job zu suchen. Ich habe mich umgesehen und habe dann eine Bewerbung ans „Estrel“ geschickt, damit ich irgendetwas habe und das hatte auch gleich geklappt. Es war also ein Zufall, dass ich dahin gekommen bin.

Hast Du da momentan irgendwelche speziellen Projekte auf Deiner Arbeit? Könntest Du Deinen Tagesablauf ein wenig umschreiben?

Wir haben jetzt gerade wieder viele Touren vorzubereiten. Ich glaube dieses Jahr sind es fünf Touren, die jeweils 80 Shows umfassen. Einen normalen Tagesablauf habe ich nicht wirklich. Wenn wir normale Shows haben, habe ich ab 18 Uhr Stand-By Zeit,das heißt um 18Uhr muss ich da sein und alles anmachen. Um 20 Uhr ist dann Einlass und um 20:30 Uhr geht die Show los. Das kann man dann so als meinen „normalen“ Tagesablauf sehen. Wenn wir aber irgendwelche Galas haben, kann es aber auch sein, dass es morgens oder vormittags schon anfängt, aber das hängt halt wirklich davon ab, was bei uns ansteht.

Was ist denn das Positive oder auch Negative an Deinem Job?

Negativ ist natürlich, dass Veranstaltungen so gut wie immer sind. Das heißt, dass man an Tagen arbeiten muss, an denen andere frei haben. Also an Silvester ist es zum Beispiel fix, dass ich da arbeite und auch an den Feiertagen ist es nicht so, dass ich sagen kann: „So jetzt ist 1. Mai!“. Denn auch da muss ich arbeiten. Sehr positiv für mich ist, dass ich trotzdem sehr viel Freizeit habe. Denn wenn ich auf eine Tour gehe, dann bin ich mal eben zwei oder drei Wochen am Stück weg und habe danach drei bis vier Wochen frei und kann mich anderen Projekten widmen. Ich bin nebenbei noch selbstständig bei einer Videoproduktionsfirma und da stecke ich dann meinen Rest der Zeit rein.

Fühltest Du Dich durch das Studium an der Hochschule gut auf den Job vorbereitet?

Es ist halt hauptsächlich Videotechnik. Dass ich ein paar Kamerasysteme an der Hochschule kennengelernt habe, hat schon geholfen. Trotzdem war es gut, um Kontakte zu bekommen.

Hättest Du Dir von der Hochschule eher etwas Anderes gewünscht, um darauf vorbereitet zu werden?

Nicht wirklich, da es ja ein anderer Bereich ist, als der, den ich studiert habe. Was ich studiert habe, ist schon in Ordnung gewesen, vor allem, da es mir für meine Freiberuflichkeit viel gebracht hat.

Hast du Tipps für zukünftige Studenten?

Auf jeden Fall ausprobieren und arbeiten, arbeiten, arbeiten. Wir hatten einige, die dachten sie studieren und gehen danach gleich in den Beruf rein. Aber das geht halt nicht. Man hat an der DEKRA | Hochschule für Medien die Möglichkeit sich umsonst Technik auszuleihen, Fehler zu machen und ich finde, das sollte man ausnutzen. Bei uns hat man gemerkt, dass die Leute, die sonst nichts gemacht haben, jetzt nicht in diesem Beruf unterwegs sind. Die Leute, die gesagt haben: „Ich schnapp mir eine Kamera und ich mach was!“, arbeiten jetzt auch alle in diesem Beruf. Also in der Studienzeit auf jeden Fall so viel ausprobieren wie man kann, solange man die Möglichkeit hat.

Worauf hat das Estrel bei Deiner Bewerbung geachtet? Hat es die überhaupt interessiert, dass Du studiert hast?

Also ich glaube, dass der Abschluss schon interessiert hat. Aber ausschlaggebend war das, was ich vor dem Studium gemacht habe. Ich habe drei Jahre für das Touristikunternehmen Robinson gearbeitet und habe dort viele Shows und Theater gehabt und das war halt das, was die am Ende des Tages haben wollten.

(Das Interview ist etwas gekürzt worden. Die vollständige Version findet ihr auch in unserem Alumni-Magazin)

 


back to overview