Netzwerken auf dem PR Report Camp 2019

PR-Branchentreffen in Berlin: Young Professionals, Berufseinsteiger/-innen und Studierende treffen bei Deutschlands größtem PR-Karriereforum potenzielle Arbeitgeber/-innen führender Unternehmen und Agenturen. Zu den primären Fragen des Tages zählten wie neue Karrieren in der Kommunikation der Zukunft aussehen, und wie es um die Jobsicherheit und das Gehaltsniveau zukünftiger PR-Manager/-innen steht.

PR Report Camp in Berlin - Prof. Dr. Michael Beuthner war als Vertreter der DEKRA | Hochschule für Medien dabei, um PR Profis als mögliche Dozenten für die in 2020 erstmalig angebotene Spezialisierung „PR“ im Studiengang Journalismus und PR kennenzulernen.

PR Report Camp 2019 bringt Talente und PR-Fachleute zusammen © PR PR Report Camp

Dr. Michael Beuthner (Professor und Studiengangsleiter im Studiengang Journalismus und PR an der DEKRA | Hochschule für Medien) war als Vertreter der DEKRA | Hochschule für Medien dabei, um vor allem PR Profis als mögliche Dozenten für die in 2020 erstmalig angebotene Spezialisierung „PR“ im Studiengang Journalismus und PR kennenzulernen. 

Zu den interessanten Gesprächspartner/-innen und -partnern des diesjährigen PR Report Camp zählten u.a. Ralf Drescher, Head of Newsroom, Communications & CSR bei der Deutschen Bank; Oliver Frischemeier, Head of Unit Content Desk beim globalen Börsenbetreiber und Marktinfrastrukturanbieter Deutsche Börse; Jochen Lange, Pressesprecher/ Corporate Communications der Bertelsmann Stiftung, Florian Teipel, Director 365 Sherpas GmbH, Marc Recker, Geschäftsführer fischerAppelt, sowie Nils Hille, Geschäftsführer der Deutschen Akademie für Public Relations.

Darüber hinaus traten 30 junge PR-Talente (unter 30 Jahre alt) um die Auszeichnung als Young Professionals des Jahres gegeneinander an. Die begehrte Trophäe wurde abends bei der Gala der PR Report Awards verliehen. Gewinner 2019: Claudio Rehmet (Lautenbach Sass) und Max van Poele (hypr).

Neben den Youngsters präsentierten natürlich auch die namhaften PR-Profis ihre besten Projekte des Jahres. Der Sieger wurde ebenfalls am Abend mit dem PR Report Award in der Kategorie Publikumspreis ausgezeichnet. Gewinner 2019: Hannoverbunden – 150 Jahre Privatbrauerei Herrenhausen, reelvant für Privatbrauerei Herrenhausen. Der Besuch hat sich gelohnt. In 2020 plant Professor Beuthner alle Studierenden der PR Spezialisierung im Studiengang Journalismus und PR mit auf den PR Report Camp mitzunehmen.

 

Best of Prof. Dr. Micheal Beuthner: PR-Kampagnen, die mein Aufsehen erregten


Kategorie: Kommunikation im öffentlichen Raum, Kreative und innovative Kommunikation

Looks like shit. But saves my life. Scholz & Friends für Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur / Deutscher Verkehrssicherheitsrat; Topmodels mit Fahrradhelm. Hatte jedoch in der öffentlichen Resonanz auch für Aufsehen und Unmut gesorgt. Immerhin!  Nur acht Prozent der 17- bis 30-jährigen Radfahrenden tragen einen Fahrradhelm. Zu den größten Hürden für das Helmtragen in dieser Altersgruppe zählt Eitelkeit. „Germany’s next Topmodel“-Kandidatin Alicija wird eines der Gesichter der neuen Aktion und „Runter vom Gas“ damit die erste Präventionskampagne in der Sendungshistorie, die rein redaktionell in das Erfolgsformat eingebunden wird. Mit selbstironischen Motiven des Starfotografen Rankin von männlichen und weiblichen Unterwäsche-Models und dem Slogan, der weit entfernt vom typischen Behördendeutsch ist, entfacht „Looks like shit. But saves my life.“ eine deutschlandweite Fahrradhelm-Debatte. Mit mehr als 1,5 Milliarden PR-Kontakten ist die Aktion die mit Abstand erfolgreichste deutsche Verkehrssicherheitsaktion.

Kategorie: Nachhaltigkeit und CSR

finanz-heldinnen von Mitarbeiterinnen der comdirect bank AG
Die Initiative finanz-heldinnen wurde Anfang 2018 von Mitarbeiterinnen der comdirect bank AG gegründet. Ziel ist es, Frauen auf ihrem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit zu begleiten, für das Thema zu begeistern und zu zeigen, dass es nicht nur wirtschaftlich sinnvoll ist, sich mit der eigenen finanziellen Lage auseinanderzusetzen. Dabei steht der Aufbau von Finanzwissen im Fokus. Neben einem umfassenden Informationsangebot auf der Website werden regelmäßig Afterworks in deutschen Metropolen veranstaltet. Auch über die sozialen Medien informieren die finanz-heldinnen. Seit Neuestem sorgt eine Lern-App für die finanzielle Bildung speziell für Frauen.

Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung
navos – Public Dialogue Consultants / Partneragentur für Wintershall Dea im Auftrag der Initiative „Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung“, ganzseitige Zeitungsanzeigen, die in der Hessischen Allgemeinen (HNA) und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen ist, zeigt großformatig Vor- und Rückseite eines Türschilds, wie man es aus dem Einzelhandel zum Anzeigen von Öffnungs- und Schließzeiten kennt. Kernidee der Anzeige ist ein darauf basierendes Wortspiel mit den Begriffen „Offen“ und „Geschlossen“, die sowohl die Öffnungs-/Schließzeiten eines Geschäfts oder Lokals bezeichnen, als auch eine moralische/gesellschaftliche Haltung zu einem Sachverhalt – in diesem Fall die Haltung zu Vielfalt bzw. Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit. Die Vorderseite des Schilds trägt die Hauptbotschaft der Anzeige „Offen für Vielfalt“, die Rückseite trägt in roter Schrift den Umkehrschluss „Geschlossen gegen Ausgrenzung“. In einem kurzen Copytext unter dem Anzeigenmotiv werden Absicht und Beweggründe der unterzeichnenden Unternehmen erläutert.

Die Angriffe auf Menschen aufgrund ihrer Herkunft und Religion in Chemnitz im Spätsommer 2018 haben bundesweit für Erschütterung gesorgt. Deshalb hatte Wintershall Dea das Bedürfnis, ein klares und stark wahrnehmbares Zeichen dafür zu setzen, dass die Wirtschaft in der Region Kassel gegen Ausgrenzung und für Vielfalt ist. Was zuerst als Einzelaktion von fünf Unternehmen begann, weitete sich aus zu einer großen Wirtschaftskampagne in der Region. Die Initiative wird inzwischen von 18 Organisationen getragen. Über 5.000 Mal wurden in Kassel die Türschilder bestellt, die auf der einen Seite „Offen für Vielfalt“ signalisieren, auf der anderen „Geschlossen gegen Ausgrenzung“.

Kategorie: Kleine und mittlere Unternehmen, Business-to-Business

LUIS – Leben retten leicht gemacht, ad publica für LUIS Technology, akustischer und visueller Abbiegeassistent bei Lkws. Enorm wichtig, enorm sinnvoll.

Der Tod ist ein Lkw in Deutschland: Auf deutschen Straßen sterben jährlich hunderte Fußgänger und Fahrradfahrer, erfasst durch Lkw während des Abbiegens. Politik und Industrie schauen zu, statt zu handeln. Dabei gibt es eine Lösung: Ein kleines Unternehmen bietet bereits eine hersteller- und fahrzeugtypunabhängige Nachrüstung an. Eine Neuheit, die große Hersteller einfach nicht im Programm haben: Leben retten durch Agenda Setting gegen Widerstand der Industrie und ohne Lobby in der Politik. Deshalb lautet die Strategie: Nachrüstung mit LUIS Technologie dort platzieren, wo es wirkt: Bei Meinungsbildnern. Über den Weg der Presse wollen wir LUIS eine Stimme verleihen und als Underdog Sympathiepunkte sammeln.

Kategorie: Bild und Bewegtbild

Die Serie „Wine Chefs“ erzählt einzigartige Geschichten von Kochkunst, Leidenschaft und Winzerhandwerk. Die Liebe zum höchsten Genuss, die Leidenschaft für wertige Zutaten sowie die Vorliebe, Menschen zu begeistern – das verbindet Chefs und Winzer. Darum geht es bei „Wine Chefs“. Die Spitzenköche treffen dabei auf die Winzer, sie erleben das Weingut, die Weinberge und die Landschaft – ganz persönlich, direkt vor Ort. Inspiriert von der Interaktion und dem Erleben entsteht so ein ganz individuelles Bild vom Wein, der im Mittelpunkt der Geschichte steht – und zu dem die Köche ein Gericht kreieren.

Kategorie: Smart PR

Student in Residence, Annett Oeding Strategie & Kommunikation / von Buchholtz für Tertianum; Tertianum folgt der Überzeugung „Leben kennt kein Alter“ und initiierte das deutschlandweit erste generationenübergreifende Wohnprojekt dieser Art. Für dieses Projekt zog die 25-jährige Studentin Marit Meinhold für ein Jahr kostenfrei in eine Stadthauswohnung der Tertianum Residenz Konstanz inklusive Fünf-Sterne-Service. Im Gegenzug schenkte sie Zeit, die heutzutage viel mehr wert ist als Geld.

Was passiert, wenn Jüngere und Ältere zusammenleben? Sie gestalten einen bereichernden Generationen-Dialog unabhängig vom Lebensalter. Im Oktober 2017 zog eine 25-Jährige Studentin für ein Jahr in die Tertianum Residenz Konstanz mit 100 interessanten, eigenständigen Senioren (Ü 75) ein. Die Rahmenbedingungen des Projekts: eine 2-Zimmer-Wohnung für ein Jahr inkl. 5-Sterne-Service der exklusiven Wohnresidenz. 20 Stunden pro Monat gestaltete die Studentin aktiv mit den Bewohnern zusammen. Ausflüge, Gespräche, Sport, aber auch praktische Hilfen wie eine Techniksprechstunde für Tablet- und Smartphone-Nutzer standen auf dem Programm. Tertianum konnte mit dem Projekt als Vorreiter auf die Notwendigkeit des generationsübergreifenden Dialogs aufmerksam machen und folgt so seiner eigenen Haltung „Leben kennt kein Alter“.

Nur für Sie, TAS Emotional Marketing, Standortkampagne für Regionalverband Ruhr und die Metropolregion Ruhr; hat für Prof. Beuthner einen nostalgisch-persönlichen „Zugang“, weil er aus der Kohlestadt Bottrop in NRW kommt.


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