Laura Graichen

Maybrit Illner, stern, PROMIFLASH. Laura Graichen hat schon vieles ausprobiert. Die Studentin des Studiengangs Journalismus mit der Spezialisierung TV-Journalismus an der DEKRA | Hochschule für Medien in Berlin gibt einen Einblick in ihr Volontariat bei PROMIFLASH.

Maybrit Illner, stern, PROMIFLASH. Laura Graichen hat schon vieles ausprobiert. Die Studentin des Studiengangs Journalismus mit der Spezialisierung TV an der DEKRA | Hochschule für Medien in Berlin gibt einen Einblick in ihr Volontariat bei PROMIFLASH.

Interview von: Julia Heine

Laura, Du machst ein Volontariat bei PROMIFLASH. Wie bist Du dazu gekommen?

Nach dem Abschluss habe ich überlegt, ob ich ein Volontariat mache, oder noch einen Master dranhänge. Dann habe ich mich für beides beworben. Als die Zusage für das Volontariat schneller kam, als die für den Master, habe ich mich für PROMIFLASH entschieden.

Wurde bei Deinem Bewerbungsgespräch für PROMIFLASH eher Wert auf Deinen Abschluss oder auf praktische Erfahrungen gelegt?

Das Vorstellungsgespräch war an ein Probearbeiten gekoppelt. Deswegen hat beides eine Rolle gespielt. Beim Probearbeiten wollten sie sehen, ob und wie ich ihre Anforderungen umsetzen kann. Und im anschließenden Gespräch haben sie die Theorie abgefragt, also auch, wie mein Studium gelaufen ist und was ich sonst noch alles gemacht habe. In meiner Studienzeit wurde uns immer gesagt, dass Volontariate so schwer zu bekommen sind. Bei mir hat es sofort geklappt.

Was sind Deine Aufgaben bei PROMIFLASH?

Die sind sehr breit gefächert. Ich muss Interviews führen, zu Roten Teppichen, Pressekonferenzen und zu Fashion Shows fahren, Videos schneiden und Artikel schreiben. Die volle Bandbreite.

Das klingt ja sehr vielfältig.

Das stimmt. Man wird auch sofort ins kalte Wasser geworfen. Aber das Gute ist - und das halte ich der DEKRA | Hochschule sehr zugute – dass ich alles, was ich innerhalb des Volontariats machen muss, auch tatsächlich schon mal im Studium hatte.

Also würdest Du sagen, dass Dich Dein Studium gut vorbereitet hat?

Im Nachhinein betrachtet, ja. Während des Studiums und noch kurz danach hatte ich das Gefühl, dass mich das nicht wirklich weitergebracht hat. Ich habe zwar viel gelernt, aber konnte mir nicht vorstellen, dass es das ist, was ich auch im Berufsleben brauchen werde. Als ich aber in der Praxis direkt alles anwenden musste, war das Journalismusstudium eine große Hilfe für mich. Ich konnte beispielsweise schon mit den Programmen umgehen, die bei PROMIFLASH benutzt werden. Von daher kann ich jetzt sagen, dass das Studium eine sehr gute Vorbereitung war.

Was ist wichtiger: Immer in der Hochschule sein, oder eigene Projekte verwirklichen?

Natürlich ist es wichtig, zum Unterricht zu gehen. Da die Dozenten oft selbst in den Bereichen arbeiten, die sie unterrichten, können sie dir vermitteln, was du später auch brauchst. Dennoch würde ich sagen, dass es auch wichtig ist, in der Studienzeit eigene Projekte zu realisieren oder sich irgendwo zu engagieren. Da hat die DEKRA | Hochschule auch viele Angebote, die nachmittags stattfinden. Die haben mir sehr geholfen. Auch die Arbeitgeber legen Wert darauf, weil sie Engagement gerne sehen.

Was für Projekte hast Du neben der Studienzeit gemacht?

Der Verwandte einer Kommilitonin hatte eine große CD- und DVD-Firma. Der hat junge Leute gesucht, die ihm einen Image-Film für seine Firma drehen. Als ich mich beworben habe, wurde ich gleich genommen. Ansonsten hatte ich einen Blog mit Kommilitonen. Das kann ich sehr empfehlen, weil das mit der Freizeit gut vereinbar ist. Wenn man Spaß am Schreiben hat, ist ein Blog perfekt zum Üben.

Du hast Journalismus studiert. Jetzt bist Du bei PROMIFLASH. Das unterscheidet sich ja schon ein bisschen voneinander. Was war der Grund für das Einschlagen in eine etwas anderen Richtung?

(lacht) Also du hast schon recht, das ist nicht der Qualitätsjournalismus. Durch das Praktikum bei Maybrit Illner habe ich gemerkt, dass reine Politik nichts für mich ist. Ich bin politisch interessiert, aber in diesem Bereich zu arbeiten, ist nochmal was völlig anderes. Beim stern war alles vermischt. Alle Themengebiete werden abgedeckt. Das war mir nicht konkret genug. Celebrity-Formate habe ich schon immer gerne geschaut. Um herauszufinden, in welchem Bereich ich mich dann längerfristig sehe, wollte ich mich auch in diesem Gebiet versuchen. Allerdings muss ich sagen, dass man sich dann doch hin und wieder nach tiefgründigen Themen sehnt. Deswegen glaube ich nicht, dass ich in diesem Bereich bleiben werde.

Gibt es Pläne für nach dem Volontariat?

Ich möchte meinen Master nachholen. Den werde ich auf Management auslegen, damit ich danach mehr Arbeitsplatzmöglichkeiten habe. Ich könnte mir auch vorstellen, in die PR oder Öffentlichkeitsarbeit zu gehen. Das werde ich dann während des Studiums mit Praktika und Studentenjobs herausfinden.

Du willst noch einige Dinge ausprobieren. Hättest Du trotzdem einen absoluten Traumjob?

Traumjob ist schwer. Das ist so eine Illusion. Man stellt sich das immer super vor, aber wenn man es dann wirklich ausprobiert, verpufft der Zauber doch recht schnell. Mittlerweile sehe ich mich in der Öffentlichkeitsarbeit z.B. als Pressesprecherin. Das könnte ich mir sehr gut vorstellen. Ich hoffe, dass es sich irgendwann auch als Traumjob herausstellt.

Du warst letzte Woche bei der Berlin Fashion Week. Was waren dort Deine Aufgaben?

Es beginnt schon mit den Roten Teppichen, die bereits eine Stunde vor der eigentlichen Fashion Show besucht werden. Da hat man die Möglichkeit, den Prominenten Fragen zu stellen und Fotos zu machen. Anschließend schaut man sich die Show an und fängt die Reaktionen ein. Danach gibt es oft noch eine After-Show-Party, bei der man die Stars auch nochmal interviewen kann.

Was wäre aus Deiner Sicht die wichtigste Eigenschaft, um bei PROMIFLASH arbeiten zu können?

Hartnäckigkeit. Als Redakteur ist man austauschbar. Da darf man sich nichts vormachen. Jedoch sollte jeder Redakteur einen USP (Unique Selling Point) haben, damit man für die Redaktion unentbehrlich wird. Für mein Praktikum beim stern habe ich dort bestimmt fünf oder sechs Mal angerufen und habe es letztendlich auch bekommen.

Hast Du weitere Tipps?

Man sollte auch regelmäßig mal einen Blick auf das Schwarze Brett werfen. Da läuft man sonst immer einfach vorbei. Aber da hängen oft gute Angebote für Praktika oder Nebentätigkeiten aus.

 

ÜBER PROMIFLASH:

PROMIFLASH versorgt die Leser mit aktuellen Informationen über Stars und bekannte Persönlichkeiten. Seit 2009 berichtet das deutsche Online-People-Magazin über Promi-News und Lifestyle und erreicht damit über 4,1 Millionen Leser monatlich. Auf Facebook hat das Magazin über 3 Millionen Fans.

 


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