Filmwerkstatt mit Karl Golden

In der Filmwerkstatt vergangene Woche stellte Regisseur Karl Golden seinen aktuellen Film Bruno vor. Nach einem Screening des Films stand der Regisseur für Fragen und Diskussionen zur Verfügung und berichtete natürlich von seinen persönlichen Erfahrungen im Filmemacherbusiness.

In der Filmwerkstatt an der DEKRA Hochschule für Medien stellt Regisseur Karl Golden seinen aktuellen Film Bruno vor.

Karl Golden startete seine Karriere als Theater Regisseur und begann anschließend, im Jahr 1998, ein Filmstudium am Institute of Technology in Dublin. Er begann seine Laufbahn in der Filmregie mit Kurzfilmen, unter anderem "Still Rain", "Dogsbody" und "Beached". Er feierte sein Regiedebüt eines Langfilms mit "The Honeymooners" im Jahr 2003. Seitdem ist Golden als Regisseur tätig und hat bei "Belonging to Laura" (2009), "Pelican Blood" (2010), "Weekender" (2011) und "A Song for Maria" (2018) Regie geführt. Außerdem war er in die Entstehung der BBC Dramaserie "Broken" (2017 - heute) beteiligt.

In der Filmwerkstatt am 04.09.2017 stellte der Regisseur seinen aktuellen Film "Bruno" vor, bei dem er darüber hinaus auch das Drehbuch selbst verfasste. Bruno thematisiert das Leben in der Londoner Großstadt und kann auch durch seine Besetzung punkten: Diarmaid Murtagh (Vikings) in der Rolle des Daniel und Newcomer Woody Norman (The Current War) als Izzy. Im Film geht es um das Schicksal eines Obdachlosen und eines kleinen Jungen, die durch einen Hund zueinander finden. Ein Roadmovie, das durch die Straßen von London führt. Der protagonist Daniel ist ein Mann ohne Zuhause. Er lebt auf der Straße und beobachtet heimlich aus der Ferne sein altes Leben. Daniels einziger Begleiter ist sein Hund Bruno. Als das Tier bei einer nächtlichen Auseinandersetzung verschwindet, macht sich Daniel verzweifelt auf die Suche – und findet Izzy, einen kleinen Jungen, der von seiner Familie weggelaufen ist. Die beiden ungleichen Heimatlosen brechen zu einer gemeinsamen Reise durch die Stadt auf, die sie Stück für Stück näher nach Hause bringt.

Nach dem Screening gab es Zeit für Fragen und Diskussion. Moderiert von Prof. Dr. Stiglegger berichtete Golden von seinen Erfahrungen auf dem Weg zum ersten Langfilm. Er motivierte die Studierenden, selbst kreativ und vor allem aktiv an ihre eigene Karriere heran zu gehen und sich zu trauen, „einfach anzufangen“. Es sprach dabei vor allem über Finanzfragen, Produktionsbedingungen und Rechtsangelegenheiten, denn sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland sind sich freie Filmemacher oft mit einer Menge juristischer Hürden konfrontiert. Besonders junge Filmschaffende lassen sich davon manchmal abschrecken und werden gar nicht erst aktiv aus Angst, zu versagen.

Das Networking-Format Filmwerkstatt

Die Veranstaltung war vor allem für Studierende des Studiengangs Film und Fernsehen geöffnet. Vorbei kamen aber auch Studierende aus weiteren Studiengängen sowie einige interessierte Gäste. Die Filmwerkstatt ist ein wiederkehrendes Veranstaltungsformat, das Filmschaffende aus allen Bereichen in die Hochschule einlädt, um Ort von ihrer Arbeit, neuen Projekten oder ihrem Berufsweg zu berichten. So bekommen die Studierenden nicht nur die Möglichkeit, ein funktionierendes Netzwerk aufzubauen, sondern auch Antworten auf ihre individuellen Fragen. Außerdem kann das schon bestehende Netzwerk um weitere Profis aus der Branche erweitert werden, denn das Knüpfen von Kontakten gehört zu den wichtigsten Voraussetzung, um den Einstieg in die Medienbranche erfolgreich zu meistern.


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