Fachtagung: Perspektiven auf queere Bewegtbilder am 28. Juni 2019

1992 prägte B. Ruby Rich Begriff des ‚New Queer Cinema’. Gemeint sind Bewegtbildprodukte, die sich in ihrer inhaltlichen, ästhetischen und politischen Ausrichtung für ein heterosexuelles Publikum konzipierten Mainstream-Kino abkehrten. Die Fachtagung „Perspektiven auf queere Bewegtbilder“ an der DEKRA | Hochschule für Medien fragt nach aktuellen audiovisuellen Werken, die auf ganz unterschiedliche Weise einen Bezug zum Begriff des queeren liefern.

Fachtagung an der DEKRA | Hochschule für Medien. Thema: Perspektiven auf queeres Bewegtbild. Symposium, in Kooperation mit dem Institut für Medienwissenschaft der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.

Seit 1992 haben sich queere Filme und damit zusammenhängend auch queere Serien in sehr vielfältige Richtungen entwickelt. Dabei spielen nicht nur repräsentative Thematiken, wie sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentitäten innerhalb unterschiedlicher Werke eine Rolle, sondern ebenso der Versuch, queere Perspektiven auf den Bewegtbildbegriff aufzuzeigen.

Die audiovisuellen Beispiele, die in verschiedenen kulturellen Kontexten entstanden sind, sollen einen Querschnitt durch die Auseinandersetzung mit heterogenen queeren Bewegtbildern liefern und im Zuge dessen aufzeigen, welche unterschiedlichen Tendenzen in und auf zeitgenössische(n) Filme(n) und Serien auszuloten sind. Dadurch soll ein Begriff des queeren erarbeitet werden, der über die bloße Repräsentation sexueller Orientierungen oder Geschlechter hinausgeht und weitere Konzepte, wie z.B. Zeitlichkeit, Performativität oder Genrekonventionen, mit einbezieht.

Das eintägige Symposium, das in Kooperation mit dem Institut für Medienwissenschaft der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig veranstaltet wird, richtet sich insbesondere an den akademischen Mittelbau und soll eine Plattform bieten, aktuelle Forschungsprojekte (Dissertationen) vorzustellen und diese gemeinsam zu diskutieren.
 

TAGUNGSPROGRAMM: Perspektiven auf queere Bewegtbilder

  • 10.00 – 10.15    Begrüßung durch Prof. Dr. Marcus Stiglegger (DEKRA | Hochschule für Medien), Professor für Film und Fernsehen, Vizepräsident
  • 10.15 – 10.30   Danksagung und Gedanken zur Tagung durch die Organisatorinnen Franziska Wagner (HBK Braunschweig) und Lioba Schlösser (DEKRA | Hochschule für Medien)
  • 10.30 – 11.15    Henrik Wehmeier (Universität Paderborn): Das wächserne Ich? Performative Neuperspektivierungen filmischer Subjektivität
  • 11.15 – 12.00    Susanne Kappesser (DEKRA | Hochschule für Medien Berlin) Körper und gender-Konzepte im modernen französischen Horrorfilm

12.00 – 13.15    MITTAGSPAUSE

  • 13.15 – 14.00    Stefan Schweigler (Universität Wien): Fernsehen der Schwäche. Im queeren Gefüge von Passivität, Serialität und Textilität
  • 14.00 – 14.45    Nadine Dannenberg (HBK Braunschweig): „Polyphony“. Trans*-Mobilisierungen im Rahmen der Netflix-Serie Sense8

14.45 – 15.15    PAUSE

  • 15.15 – 16.00    Angela Rabing (Universität Bremen): „I promise: no drama!"– Queere Ästhetik und Digitaler Realismus in Tangerine LA
  • 16.00 – 16.45    Theodor Frisorger (Universität zu Köln): Wie im Bilderbuch. Carol und Cahiers du Cinéma

16.45 – 17.15    PAUSE

  • 17.15 – 18.00     Abschluss(diskussion)


Bei Fragen stehen Lioba Schlösser (lioba.schloesser@dekra.com) oder Franziska Wagner (fr.wagner@hbk-bs.de) gerne zur Verfügung.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und für externe Gäste zugänglich. Vorherige Anmeldungen unter lioba.schloesser@dekra.com sind wünschenswert, aber nicht verpflichtend.
Wir freuen uns auch über spontanen Besuch.

 


back to overview