DHM² - Kolonialismus trifft Journalismus

Das Abschlussprojekt des Studiengangs Journalismus und PR der DEKRA | Hochschule für Medien. Dafür kooperiert die Hochschule mit dem Deutschen Historischen Museum, das derzeit eine Sonderausstellung zur deutschen Kolonialgeschichte bietet.

Das Abschlussprojekt des Studiengangs TV-Journalismus der DEKRA Hochschule für Medien. Dafür kooperiert die Hochschule mit dem Deutschen Historischen Museum, das derzeit eine Sonderausstellung zur deutschen Kolonialgeschichte bietet.

24 junge Journalismusstudierende der DEKRA | Hochschule für Medien haben sich zusammen mit ihrem Dozenten Prof. John Kantara auf den letzten Teil ihrer Reise hin zum Bachelor-Abschluss begeben und ihr Abschlussprojekt durchgeführt. Dieses fand in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Museum in Berlin statt. Das Deutsche Historische Museum wurde 1987 von der damaligen Bundesrepublik Deutschland und dem Land Berlin gegründet. Im Rahmen des Vertrags zur deutschen Wiedervereinigung wurden die Gebäude und Sammlungen des Museums für Deutsche Geschichte (MfDG), das zentrale Geschichtsmuseum der DDR, in den Besitz des Deutschen Historischen Museums überführt. So wurde das Deutsche Historische Museum mit der Wiedervereinigung 1990 zu einem gesamtdeutschen Museum für Geschichte (Quelle: dhm.de).

Ziel des Projekts war es, fünf Artefakte der Ausstellung zu wählen und deren Geschichte anhand von kurzen Videos neu zu erzählen. Den Studierenden sollte es auf diese Weise gelingen, Kolonialgeschichten auch für ein junges Publikum interessant darzustellen und ein Bewusstsein für ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte zu schaffen.

Die Gedanken der Studierenden zum Projekt

Wie bringt man die jüngeren Generationen dazu, sich für ein scheinbar trockenes Thema wie den Kolonialismus zu interessieren? Eine gute Frage, deren Beantwortung wir uns zur Aufgabe gemacht haben. Denn bei unserem gemeinsamen Abschlussprojekt  – in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Museum – geht es darum, besonders Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Thematik schmackhaft zu machen, die mit großer Komplexität gekennzeichnet ist. Und das in einer Zeit, in der Jugendlichen zugeschrieben wird, sich nicht für Geschichte und Politik zu interessieren.

Wie verbindet man nun also spannende Unterhaltung mit Bildung? Zunächst braucht man einen Haufen kreativer Köpfe, gute Recherche und ein voll ausgestattetes Kamerateam. Und dann kann es eigentlich auch schon losgehen. In den vergangen Wochen haben wir so ein Konzept entwickelt, bei dem wir uns durch eine filmische Darstellung spielerisch der schweren Thematik nähern. Dabei haben wir die Möglichkeit genutzt, das gesamte in den vergangenen Jahren erlangte Können unter Beweis zu stellen. Dazu gehören beispielsweise Recherche, Organisation, Interviewtechniken, Schnitt, Kameraführung und Ton, sowie Texten und Moderation. Besonders auf Letzteres haben wir uns vergangene Woche im Rahmen einer Prüfungsleistung konzentriert. In fünf Teams haben wir Berlin-Mitte unsicher gemacht und Beiträge von 3-5 Minuten Länge erarbeitet. Aufgabe war es, die Zuschauer/-innen mit einer spannenden und innovativen Moderation dem deutschen Kolonialismus näher zu bringen. Heraus kamen zahlreiche kreative Filme, bei denen die ausgefallensten Fragestellungen beantwortet wurden.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen

Im Rahmen des Projektes entstanden nicht nur die thematisierten Kurzfilme. Über diese hinaus entwarfen die jungen Medienmacher/-innen eine Website, die über das Projekt und die Zusammenarbeit informiert. Die Arbeiten an den Videos wurden auf einer Facebook-Fanpage festgehalten und können dort bis heute eingesehen werden. Die große Abschlusspräsentation des gesamten Projekts fand im Zeughauskino vor Vertretern des Deutschen Historischen Museums statt und wurde sogar live ins Internet übertragen, sodass sie auf der Website verfolgt werden konnte. 

Die Sonderausstellung „Deutscher Kolonialismus – Fragmente seiner Geschichte und Gegenwart“ war vom 14. Oktober 2016 bis zum 14. Mai 2017 im Deutschen Historischen Museum in Berlin zu sehen. Hier ein kurzer Einblick in die entstandenen Filme:


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