100 Jahre Bauhaus: Johannes Itten und der Film

Vizepräsident der DEKRA | Hochschule für Medien, Prof. Dr. Marcus Stiglegger, als Gastredner im eröffneten Kino ARRI in München zum Thema "125 Jahre Filmkunst - Johannes Itten und der Film".

Vizepräsident der DEKRA | Hochschule für Medien, Prof. Dr. Marcus Stiglegger, als Gastredner im eröffneten Kino ARRI in München zum Thema "125 Jahre Filmkunst - Johannes Itten und der Film". Hier: Marus Stiglegger beim Vortrag

100 Jahre Bauhaus - Johannes Itten als früher Bauhaus-Lehrer, Künstler und Kunsttheoretiker - und 125 Jahre Filmkunst: Wie kommen diese zunächst sehr eigenständigen Phänomene zusammen?

Im Rahmen der 2017 implementierten  Hochschulkooperation mit der Universität Regensburg lud Prof. Dr. Christoph Wagner, Lehrstuhl für Kunstgeschichte, den Vizepräsidenten der DEKRA | Hochschule für Medien Prof. Dr. Marcus Stiglegger zu einem Impulsvortrag in das neu eröffnete Kino ARRI nach München ein.

Als Gäste waren ebenfalls eingeladen: die Tochter des Malers Marion Lichardus-Itten, die Filmregisseure Dr. Alexander Kluge und Edgar Reitz, Kameramann Gernot Roll, sowie die ARRI-Spezialisten Markus Zeiler und Franz Kraus sowie der Maler Francis Berrar.

Multimediale Hintergründe der Veranstaltung

Gefeiert wurde auch das Erscheinen des ersten Bandes „Johannes Itten – Werkverzeichnis“ (Hirmer Verlag). Zusammen mit Praktikern ging es in der Diskussion vor allem um die Frage, welchen Einfluss die Bauhaus-Schule auf den Film hat. Dazu wurde der Dokumentarfilm „Johannes Itten – Bauhaus Pionier“ (2018) von Marina Rumjaniewa auf der fast 20 Meter breiten Leinwand des Hauptsaales gezeigt.

Dr. Marcus Stiglegger, Professor für Film und Fernsehen an der DEKRA | Hochschule für Medien, diskutierte in einem filmwissenschaftlichen Impulsvortrag, ob eine Bauhaus-Filmschule auch mit Blick auf das narrative Kino denkbar wäre und welche Inspiration Itten hier bietet. Dabei kam auch der von Prof. RP Kahl und Prof. Dr. Stiglegger gemeinsam entwickelte neue Studiengang Schauspiel und Inszenierung zur Sprache. Das Bauhaus diente bei der Konzeption des Studiengangs als wichtige Inspiration.

In der zweiten Hälfte der Veranstaltung stellten die ARRI-Spezialisten Markus Zeiler und Franz Kraus die neuen dynamischen LED-Filmlampen vor. Diese werden auch in Museen zur authentischen Einleuchtung von Kunstwerken genutzt.

Programm:

  • 10:45 Uhr: Einlass in das Kino
  • 11:00 Uhr: ARRI Trailer 
  • 11:05 Uhr: Begrüßung: Franz Kraus
  • 11:10 Uhr: Buchvorstellung: Thomas Zuhr, Christoph Wagner
  • 11:30 Uhr: Einführung Film: Marcus Stiglegger
  • 11:40 Uhr: Filmpräsentation: Johannes Itten Bauhauspionier
  • 12:40 Uhr: Im Gespräch; Q&A zu Ittens Werk, Buch, Film Christoph Wagner, Thomas Zuhr, Marcus Stiglegger, Marion Lichardus-Itten
  • 13:00 Uhr: Einführung in die ARRI LED Lichttechnologie Markus Zeiler
  • 13:15 Uhr: Paneldiskussion
    Dynamisches Leuchten von Kunstobjekten: Christoph Wagner, Franz Kraus, Francis Berrar, Dietmar Tanterl, Markus Zeiler,
    Kreative Wünsche, technische Möglichkeiten: Gernot Roll, Marcus Stiglegger mit Fragen aus dem Publikum
  • 13:45 Uhr:  Ende der Kinoveranstaltung
  • Demonstration von dynamischer Lichtführung in zwei ARRI Black Box Räumen im Nebengebäude
  • 14:30 Uhr:  Ende der Veranstaltung

Ein besonderer Dank für die gelungene Veranstaltung geht an Prof. Dr. Christoph Wagner, Franz Kraus von ARRI und Thomas Zuhr vom Hirmer Verlag für die Einladung und Gastfreundschaft. Eine großartige Veranstaltung.

Über Johannes Itten

Johannes  Itten entwickelte den berühmten Vorkurs am Bauhaus und prägte stark die Anfangszeit am Bauhaus. Nach Differenzen verließ er das Bauhaus und gründete in Berlin die „Itten-Schule“. Itten besuchte zwischen 1904 und 1906 ein Lehrerseminar in Hofwil bei Bern. Von 1908 bis 1909 arbeitete er als Volksschullehrer. Im selben Jahr schrieb er sich an der École des Beaux-Arts in Genf ein und studierte dort bis 1910. Bis 1912 absolvierte Itten ein weiteres naturwissenschaftlich-mathematisches Studium an der Universität Bern und erhielt im selben Jahr seinen Abschluss als Sekundarlehrer. In den folgenden zwei Jahren studierte er an der Stuttgarter Akademie und wurde dort Mitglied im Meisterschüleratelier Adolf Hölzels. 1916 organisierte Herwarth Walden in seiner Berliner Galerie Der Sturm eine erste Einzelausstellung zum Werk Ittens. Im gleichen Jahr siedelte Itten nach Wien über und eröffnete dort eine private Kunstschule. (Quelle: Bauhaus100)


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