GfM-Jahrestagung an der Universität Siegen unter Beteiligung von Prof. Dr. Marcus Stiglegger

Professor für Film und Fernsehen, Dr. Marcus Stiglegger, ist seit vielen Jahren aktives Mitglied in der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) und deren Arbeitsgemeinschaften Filmwissenschaft und Genre Studies. Er hat auch dieses Jahr an entsprechenden Sitzungen teilgenommen, deren Ergebnisse er in die Forschung und Lehre der DEKRA | Hochschule für Medien einfließen.

Professor für Film und Fernsehen, Dr. Marcus Stiglegger, ist seit vielen Jahren aktives Mitglied in der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) und deren Arbeitsgemeinschaften Filmwissenschaft und Genre Studies.

Die Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) ist die größte und bedeutendste deutschsprachige Vereinigung von Medien- und Filmwissenschaftler/-innen. Sie umfasst eine Zeitschrift für Medienwissenschaft (ZfM), Workshoptagungen, die Jahrestagung, einige Preise sowie thematische Arbeitsgemeinschaften. Die Medienwissenschaft vertritt die Analyse und theoretische Reflektion von Medien und vermittelt dabei Kenntnisse und Qualifikationen, die für alle Medienberufe grundlegend sind: Einsicht in die ästhetische und technische Komplexität von Medien und Mediensystemen, ihre historischen Voraussetzungen und ihre kulturellen und sozialen Effekte.

Ein besonderer Schwerpunkt in diesem Jahr war noch einmal der Kodex für gute Arbeit in der Wissenschaft, der auf die oft prekären Bedingungen in medienwissenschaftlichen Institutionen reagiert:

„Kurzfristige Verträge, Stellenmangel, schlechte Karriereaussichten, entgrenzte Arbeitszeiten, schlecht bezahlte oder unbezahlte Lehraufträge, hohe Mobilitäts- und Flexibilitätsanforderungen, starke Abhängigkeit von Vorgesetzten, permanente Bewährungsproben und Konkurrenzsituationen – die berufliche Situation in der Wissenschaft ist besorgniserregend. Dabei bietet die wissenschaftliche Kerntätigkeit grundsätzlich viel Positives: freies, kreatives Forschen und Lehren, Leidenschaft für die Sache, Reflexionen von sozial relevanten Diskursen, internationaler Austausch und vieles mehr. Die Diskrepanz zwischen Utopie und Wirklichkeit des akademischen Arbeitens ist enorm. Vor diesem Hintergrund hat der GfM-Vorstand 2015 die Kommission für gute Arbeit in der Wissenschaft ins Leben gerufen. Die Kommission besteht aus Mitgliedern aller Statusgruppen. Sie gibt Impulse für die Diskussion innerhalb der Fachgesellschaft und schlägt konkrete Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Fach Medienwissenschaft vor.“

Dieser Ansatz wird auch im Forschungsausschuss der DEKRA | Hochschule für Medien diskutiert.


Der Springer VS Verlag präsentierte in diesem Rahmen die erste Vorschau des großen "Handbuches Filmgenre" von Prof. Dr. Marcus Stiglegger, Viezepräsident der DEKRA | Hochschule für Medien und studiengangsverantwortlicher Professor für den Studiengang Film und Fernsehen. Das Handbuch, das im Januar 2019 als gebundene Ausgabe erscheint, bietet einen umfassenden Überblick über den Stand der Filmgenreforschung. Es werden sowohl die Definition und die Begriffsgeschichte dargestellt, verschiedene Theorien und Ansätze, historische und lokale Perspektiven vorgestellt als auch Filmgenres wie Western, Kriminalfilm, Gangsterfilm, Thriller, Science Fiction, Horror, Fantasy, Komödie, Melodram, Abenteuerfilm, Musical, Kriegsfilm bis hin zum erotischen Film in Einzelstudien analysiert.


zurück zur Übersicht