"Wir müssen reden" gewinnt Publikumspreis beim Kurzfilmfestival Verden

Am 08. September 2018 fand die zwölfte Ausgabe des Kurzfilmfestivals Filmsalat in den großen Kinosälen des Cine City in Verden statt. Mit dabei war der Kurzfilm "Wir müssen reden" von unserem Film- und Fernsehabsolventen Ron Jäger.

Am 08. September fand die zwölfte Ausgabe des Kurzfilmfestivals Filmsalat in den großen Kinosäalen des Cine City in Verden statt. Mit dabei war der Kurzfilm "Wir müssen reden" von unserem Film- und Fernsehabsolventen Ron Jäger. Gezeigt wurde im Wettbewerb eine große Bandbreite an 34 verschiedenen Filmen aus ganz Deutschland. Ein Tag lang, in drei verschiedenen Filmblöcken, hatte sich Verden den verschiedenen Spielarten des Kurzfilms verschrieben.

Der Wettbewerb des Verdener Filmfestivals "Filmsalat" präsentierte in diesem Jahr eine große Bandbreite von 34 verschiedenen Filmen aus ganz Deutschland. Einen Tag lang, in drei verschiedenen Filmblöcken, hatte sich Verden den verschiedenen Spielarten des Kurzfilms verschrieben, unter anderem auch einem Film unseres Absolventen Ron Jäger.

Dem Kurzfilm von Ron Jäger (Absolvent des Studienganges Film und Fernsehen) wurde dabei die große Ehre zuteil mit dem Publikumspreis des Kurzfilmfestivals ausgezeichnet zu werden. Der Preis bestand aus einer ganz besonderen Trophäe, einem Holzrelief von Störtebecker sowie einem Preisgeld von 500€, die Ron am Abend entgegen nehmen durfte. Neben Ron Jägers Film wurden auch die Filme "Ein Moment bei unserer Großmutter“ von Jannis Alexander Kiefer, „Einfach nicht machen ist Filme“ von Johannes Bachmann und „ Zorn dem Volke“ von Lorenz Piehl sowie „Elisa“ von Kristina Shtubert in unterschiedlichen Kategorien ausgezeichnet.

Die Zuschauer/-innen zeigten sich begeistert von dem Kurzfilm, der vollkommen auf die visuelle Zeichensprache des Mediums Films vertraut. In der Tradition von Regisseuren wie Ingmar Bergman oder Carl Theodor Dreyer vertraut auch Jäger auf die Gesichter seiner Darsteller Bjarne Meisel und Andreas Klinger, um auszudrücken, was gesagt werden soll. Dazu äußerte er sich auch in seiner, auf das Screening des Films folgenden, publikumsbasierten Diskussionsrunde: Ein Film brauche manchmal nicht mehr, als den Ausdruck eines menschlichen Gesichtes, das schon der amerikanische Regisseur John Ford als die spannendste Sache auf der ganzen Welt beschrieb.

Das Filmfestival "Filmsalat"

Das Filmfestival "Filmsalat" wurde 1087 ins Leben gerufen und ehrt den Kurzfilm. Der Kurzfilm ist die offenste, experimentellste, schnellste, mutigste, abstrakteste, härteste, diskursivste, reaktivste Filmkunstform. Dabei muss er zugleich ungeheuer diszipliniert sein, sagen die Veranstalter. Seine Kunst ist die Festlegung. Unter Umständen auf das eine Bild, die eine Einstellung, die eine Fahrt, den einen Dialog. Er hat keine Zeit. Er hat nur diese eine Chance. Man verzeiht ihm nichts. Er ist das Medium für die künstlerische Selbsterkundung, für die Suche nach der vorläufig absoluten Form, für die Unverschämtheit, für das Grenzwertige. Die Anfänge der Filmgeschichte waren kurz. Die Jahrmarktsensationen bildeten Kurzfilme. Sie alle stammen aus einer Zeit, in der es noch keine Experimentalfilme gab, in der das Kino selbst noch ein Experiment war.

Das bislang alle drei Jahre stattfindende Festival fand am 7. und 8. September statt und zog Arbeiten von über 100 Filmer aus ganz Europa an. 144 Kurzfilme zwischen einer und 20 Minuten wurden eingereicht, 34 von ihnen schafften es ins Festivalprogramm. „Das Festival bietet  jungen Filmern eine Plattform. Hier kann man sich austauschen und seine Arbeiten von einer Jury bewerten lassen“, freute sich Jürgen Menzel, der erste Vorsitzende des Verdener Kommunalkinos, dessen Team das Festival mit Unterstützung des Weser Kuriers sowie Sponsoren aus der Region ausrichtete. Preisgelder im Gesamtwert von 4.000 Euro waren ausgelobt.  Die 13. Ausgabe des Verdener Kurzfilmfestivals soll es bereits in zwei Jahren geben.(Quelle: Filmsalat.de)

Über den Film "Wir müssen reden"

"Wir müssen reden" ist dabei der erste Teil einer persönlichen Reihe über Vater-Sohn-Geschichten im Kurzfilmformat. Die Reihe thematisiert Annäherung und Entfremdung der Generationen innerhalb eines Familiengefüges. Diese Filme sind zwar inhaltlich voneinander losgelöst, sind aber konzeptuell alle miteinander verzahnt, sodass der eine Film den jeweiligen Vorgänger wie in einer Chronik weiterdenkt.


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