PR-Branchentreffen in Berlin

Prof. Dr. Michael Beuthner war am 13. November 2018 als Vertreter der DEKRA | Hochschule für Medien beim PR Report Camp 2018 dabei, um vor allem die Young Professionals im Talentwettbewerb #30u30 kennenzulernen.

Prof. Dr. Michael Beuthner war am 13. November 2018 als Vertreter der DEKRA | Hochschule für Medien beim PR Report Camp 2018 dabei, um vor allem die Young Professionals im Talentwettbewerb #30u30 kennenzulernen.

Bekanntlich stecken die Medien – und damit ist insbesondere der Journalismus gemeint - in einer Vertrauenskrise. Welche Rückschlüsse müssen die Kommunikatoren in den Public Relations daraus ziehen? Was bedeutet ihnen die Zusammenarbeit mit dem Journalismus und wie können sie selbst „Haltung“ in ihren eigenen Reihen und in ihrer öffentlichen Kommunikation zeigen? Das waren die Kernfragen der diesjährigen Wettbewerbsaufgabe, die den #30u30-Talenten in diesem Jahr aufgetragen wurde.

Nachwuchstalente, die alle noch jünger als 30 Jahre sind,  haben sich in Zweierteams vier Wochen lang intensiv mit dieser Aufgabe bzw. diesen Fragen beschäftigt und haben ihre Ergebnisse und Antworten in jeweils sechs Minuten und 40 Sekunden dauernden Vorträgen im Kosmos Berlin vor einer hochkarätigen Jury vorgetragen, um die Auszeichnung als „Young Professionals des Jahres“ zu erhalten.

Das Verhältnis zwischen den PR und dem Journalismus ist bekanntlich kein einfaches

Die Korruption von Journalistinnen und Journalisten durch Unternehmen kam hier aber nur am Rande zur Sprache. Erstaunlich viele der Vortragenden erkannten im Journalismus eher ein Kommunikationssystem, auf das man angewiesen sei. Ob man ihn aber als Gegen- oder Mitspieler wahrnehmen sollte, wurde recht widersprüchlich betrachtet. Zu Tage traten jedoch viele Vorurteile gegenüber dem Journalismus: So wurde mehrfach behauptet, dass die Journalisten sich doch ihre Geschichte vorab schon im Kopf ausgedacht hätten und sie dann erst mit der PRlern reden würden.

Sie hätten ja auch immer weniger Zeit, um sich intensiv mit Themen zu befassen. Verhaltens-Codizes zum Verhältnis zum Journalismus bzw. zum Umgang mit ihm gibt es übrigens zu genüge. Zumindest wurde auch attestiert, dass beide Kommunikationssysteme sich gegenseitig ermöglichen bzw. beide voneinander abhängig sind. In der Theorie spricht man hier von vom Intereffikations- und Interdependenz-Ansatz. Dass die PR den Journalismus in Bezug auf Themensetzung und Timing einseitig determiniere, wurde von den jungen Profis zum Glück nicht so gesehen.

Im Studiengang Journalismus ist dieses Verhältnis beider Kommunikationssysteme ein wichtiges Thema. Den Organisatoren des 30u30-Wettbewerbs hat Professor Beuthner daher ein Treffen vorgeschlagen, um die negativen Vorurteile gegenüber dem Journalismus in positive zu verwandeln.

PR Report Awards ehrt herausragende Persönlichkeiten, Kampagnen und Projekte

Veranstalter des PR Report Camp ist jährlich der Medienfachverlag Oberauer, der seit 30 Jahren die führenden Branchenmedien für Journalisten, Pressesprecher und Medienmanager in der DACH-Region verantwortet. Darüber hinaus zählen Branchenevents wie der European Newspaper Congress, die PR Report Awards und die Auszeichnungen der "Journalisten des Jahres" in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Portfolio. Seit 2016 ist der Verlag für die Mitgliederverwaltung, die publizistischen Leistungen und die Organisation von Veranstaltungen und Events der Deutschen Public Relations Gesellschaft verantwortlich.

Der PR Report zeichnet herausragende Persönlichkeiten, Kampagnen und Projekte der deutschsprachigen PR-Wirtschaft aus. Der Höhepunkt ist die Vergabe der PR Report Awards.  Bei den diesjährigen 16. PR Report Awards wurde Antje Neubauer von der Deutschen Bahn als „Kommunikatorin des Jahres“ geehrt. Gold für die "Kampagne des Jahres" holten der ADAC und die Agentur RCKT.

Katharina Lutermann von der Schüchtermann-Klinik hat das Finale der Nachwuchsinitiative #30u30 gewonnen und holte sich die Trophäe als "Young Professional des Jahres".


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