Moreen Hoffmann

Die UFA Serial Drama ist ein Teil der UFA GmbH und produziert mit ,,Gute Zeiten –Schlechte Zeiten“ seit über 20 Jahren Deutschlands erfolgreichste Daily Soap. Mit zahlreichen Fernsehfilmen, Unterhaltungsshows und Erfolgsserien begeistert die UFA ihre Zuschauer seit Jahrzehnten. Moreen Hoffmann, Studentin des Studiengangs Film und Fernsehen, ist Kamera­frau und Kameraoperatorin bei der Serie „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“.

Moreen Hoffmann, Studentin des Studiengangs Film und Fernsehen in der Spezialisierung Kamera an der DEKRA | Hochschule für Medien, ist inzwischen Kamera­frau und Kameraoperatorin bei der Serie „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“.

Interview von: Anna-Sophie Aßmann und Nurcihan Gündüz

Wie kam es dazu, dass Du Dich für den Studiengang Fernsehen und Film an der DEKRA | Hochschule für Medien entschieden hast? 

Ich hatte schon immer eine Affinität zu technischen Dingen. Nach meiner Ausbildung zur gestaltungstechnischen Assistentin in Medien und Kommunikation beschloss ich, die dort erworbenen Kenntnisse zu vertiefen. Am meisten hat mich dabei das Studium an der DEKRA | Hochschule für Medien interessiert, weil diese spezifische Dinge wie Kameratechnik anbietet. 

Was waren Deine Ziele mit diesem Studium?

Klassisch gesehen war das Ziel, sich in ein spezielles Gebiet zu vertiefen und daraufhin einen Schwerpunkt zu setzten. Ein Studium bringt nicht nur weiteres Wissen mit sich, sondern auch Kontakte, die einen später womöglich von Nutzen sein können.

Was hat sich im Laufe Deines Studiums verändert? 

Es ist gar nicht so einfach zu sagen, da man es nicht sonderlich bewusst wahrnimmt. Im Großen und Ganzen entwickelt man sich während des Studiums aber schon sehr.

Wo hast Du Dein Praktikum im Studium absolviert? Auch bei der UFA?

Mein Praktikum habe ich bei dem Kameraverleiher LUDWIG absolviert. Leider muss ich dazu sagen, dass drei Monate jedoch viel zu kurz sind. Für kommende Studenten würde ich mir wünschen, dass ein Praktikum mindestens sechs Monate andauern kann. Somit wäre es auch leichter, überhaupt einen Platz zu finden.

Wie hat Dich das Studium an der DEKRA | Hochschule für Medien auf Deinen jetzigen Beruf vorbereitet? 

Im Wesentlichen schafft das Studium Film und Fernsehen einen Grundbaustein, auf den man selbst immer wieder aufbauen muss. Ohne, dass man selbst Projekte realisiert und an sich selbst arbeitet, bietet ein Studium alleine nicht das Erfolgserlebnis. Zum Beispiel habe ich in meinem ersten Jahr an der DEKRA | Hochschule nebenher fast 20 Projekte umgesetzt. Die Hochschule unterstützt einen diesbezüglich vor allem technischer Hinsicht. Auch wenn die Technik nicht „highclass“ ist, so reicht es dennoch für den Anfang aus.

Wie bist Du zu deinem heutigen Beruf gekommen?

An meine jetzige Anstellung bin ich tatsächlich über eine Empfehlung gekommen. Dadurch, dass LUDWIG die Serie „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ technisch für Außendreharbeiten ausstattet, wurde dort nachgefragt.

Was zeigte die Realität deines Jobs nach Deinem Studium? 

Die Realität zeigte, trotz dessen ich viel nebenher gemacht habe und bei einem Verleih tätig war, dass es alles nicht genug war. Man lernt nie aus. Man kann jetzt nicht sagen, dass das Studium einen nicht in dem Beruf geholfen hat, da man gewisse Dinge schon verinnerlicht hat. Jedoch sollte man sich gut überlegen, ob man an einer privaten oder an einer staatlichen Schule studiert, da man doch recht viel vorher investiert und der Beruf zunächst nicht so viel finanziell einspielt.

Wie sieht Dein Tagesablauf in deinem jetzigen Beruf aus? Was sind Deine Aufgaben bei der Serie „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“?

Mein Tag ist klar durchstrukturiert, aber doch immer wie eine Wundertüte. Vorwiegend bin ich im Studiobereich der Serie GZSZ beschäftigt. Für mich heißt es kurz nach 05:00 Uhr aufzustehen, damit ich um 07:30 Uhr im Studio bin. Meine Aufgabe besteht darin, zwei Kameras für den Dreh vorzubereiten. Wenn das erledigt ist, kann ich noch etwas Frühstücken und um 8:00 Uhr gehen dann die Dreharbeiten los.

Des Weiteren sind meine Aufgaben, sofern es Probleme an den Kameras gibt, diese zu beheben. Wenn der Bedarf besteht und mit drei Kameras gedreht wird, übernehme ich eine davon. Drehschluss ist bei uns regulär gegen 18:45 Uhr. Jedoch kann man damit rechnen, dass man frühestens 19:15 Uhr aus dem Studio kommt, weil nach Drehschluss die Technik wieder umgebaut werden muss. Feierabend ist für mich dann eher gegen 20:30 Uhr.

Wer sich also dazu entscheidet, einmal bei dieser Serie zu arbeiten, sollte nah am Drehort wohnen und kein Problem damit haben, sein Privatleben hintenanzustellen. Es ist zwar nicht so schön, kein Privatleben mehr zu haben, jedoch bietet sich mir die Gelegenheit, mich als vollwertiger Kameraoperator hochzuarbeiten und auf längere Sicht schafft das eine Perspektive. Wir drehen auf hohem Niveau und keine andere Produktion arbeitet so wie wir.

Hast Du vor, für immer bei der UFA zu bleiben oder soll es noch in eine andere Richtung gehen? 

Immer bei der UFA zu arbeiten, würde ich nicht unbedingt ausschließen, da die UFA ja viel mehr bietet als nur GZSZ. Jedoch ist es schwierig, in so einem festeingefahrenen Laden auch mal bei anderen Produktionen reinzuschnuppern. Jedoch würde mir ein Blick in Kino- und Werbeproduktionen sehr gefallen.

Hast Du neben deiner Tätigkeit bei der UFA auch noch andere Projekte? 

Durchaus! Da hat sich aus der Zeit des Studiums nichts geändert. Ich betreibe ein Gewerbe und versuche, so gut wie es geht, neben dem Fulltimejob noch einiges Eigenes umzusetzen und somit ein weiteres Standbein zu haben und dies zu stabilisieren.

Welche Tipps hast Du an die Fernsehen & Filmstudenten?

Ich kann nur raten, macht, macht, macht! Geht zur Hochschule, nehmt alles wahr, auch wenn es sinnlos erscheint. Macht Projekte und bildet euch selbst fort. 

 


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