Studentischer Kurzfilm "Wir müssen reden" von Ron Jäger auf Filmfestival in Berlin

Der Kurzfilm unseres Absolventen des Studiengangs Film-und Fernsehen Ron Jäger lief bereits vielfach im deutschsprachigen Raum und konnte bereits Jury- und Publikumspreise für sich gewinnen. In den kommenden Wochen läuft das Werk erstmals in Berlin auf der Boddinale.

Der Kurzfilm unseres Film-und Fernsehenabsolventen Ron Jäger lief bereits vermehrt im deutschsprachigen Raum und konnte bereits Jury- und Publikumspreise für sich gewinnen. In den kommenden Wochen läuft das Werk erstmals in Berlin auf der Boddinale.

Der Kurzfilm "Wir müssen reden" ist Teil des Programms des Independent-Filmfestivals Boddinale, das in Fachkreisen auch als kleine Schwester der Berlinale bezeichnet wird, da sie zur gleichen Zeit läuft. Es bietet eine alternative Auswahl an Kurz- und Spielfilmproduktionen, die kleine oder gar keine Budgets zur Verfügung hatten.

Gezeigt werden Filme aus Berlin und der ganzen Welt. Die einzelnen Filme stellen sich einer Jury, u.a. bestehend aus Nele Fritzsche von Interfilm und German Mumblecore-Regisseur Tom Lass ("Blind & Hässlich"), die am Ende mehrere Preise verleihen wird. Das Festival findet in diesem Jahr zum siebenten Mal vom 07. - 17. Februar, täglich von 18:00 - 23:00 Uhr auf dem Gelände des Flutgraben 3, Nähe Schlesisches Tor, statt. Der Eintritt ist frei.

Rons Film "Wir müssen reden" läuft am Samstag, dem 09. Februar

In „Wir müssen reden“ scheinen viele Dinge zwischen den zwei Protagonisten zu stehen, und sie letztlich doch zu verbinden. In nur wenigen Minuten erscheinen wohl jedem Zuschauer andere Ideen, was die beiden wohl bereden müssen. Der Film handelt von einem Vater (Andreas Klinger), der seinen Sohn (Bjarne Meisel) besucht. Es gibt wichtiges zu bereden, aber eine Annäherung fällt beiden schwer. Der Film wurde von der Film- und Medienbewertungsstelle Wiesbaden mit dem Prädikat "Wertvoll" ausgezeichnet. In der Begründung heißt es:

Im Prinzip hat die Jury das Prinzip des Films - die Verweigerung von Kommunikation bzw. deren Unmöglichkeit schnell begriffen. Dass der Film bis zum Schluss keinerlei Anhaltspunkt gibt, worin genau der Konflikt zwischen Vater und Sohn bestehen könnte, lässt dem Zuschauer viel Zeit zu kleinen Beobachtungen und zu eigenen Gedankenspielen, die aber letztendlich, nach Ansicht der Jury, immer ein wenig unbefriedigend ausfallen (müssen), weil sie bis zum Schluss nicht verifiziert oder falsifiziert werden können.(...) Es bleibt ein Gefühl der Verunsicherung, das sich mit dem Empfinden von Vater und Sohn decken dürfte - insofern erweist sich WIR MÜSSEN REDEN trotz einiger Bedenken und Widerstände am Ende doch als überaus effizient.

"Wir müssen reden" stellt zudem den ersten Teil einer Reihe an Vater-Sohn-Geschichten, die zwar losgelöst voneinander erzählt sind, aber die Idee der Annäherung und Entfremdung wie in einer Chronik stetig weiterentwickeln. Der vierte Teil der Reihe befindet sich derzeit in der Vorproduktion.

Wer Rons Film noch nicht kennen sollte oder ihn gerne wiedersehen würde, ist herzlich dazu eingeladen am 09.02. bei der Boddinale vorbeizuschauen, um auch eventuelle Fragen an den anwesenden Filmemacher und seine Darsteller zu stellen.


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