Filmwerkstatt: Autor und Regisseur Jack Sargeant und Filmemacherin Julia Ostertag

In unserer Veranstaltungsreihe "Filmwerkstatt" sprach Autor Jack Sargeant über das Thema Underground-Film und Filmemacherin Julia Ostertag stellte ihren Film "Dark Circus" vor. Beide Veranstaltungen stießen auf reges Interesse bei Studierenden und Gästen.

Am 29. November kommt der bekannte Filmautor und Regisseur Jack Sargeant an die DEKRA | Hochschule für Medien, um mit Studierenden und interessierten Gästen über das Thema 'Underground Cinema as a chance for independent film making' zu sprechen.

In der Reihe "Filmwerkstatt" an der DEKRA | Hochschule für Medien präsentieren die Professoren für Film und Fernsehen, Prof. Dr. Marcus Stiglegger und Prof. Rolf Teigler regelmäßig Gäste aus der Filmpraxis, um die eigenen Werke vorzuführen und mit den Studierenden und interessierten Gästen zu diskutieren. Die Reihe ist auch für externe Gäste offen und kostenfrei und wird seit 2016 mit regelmäßigen Abständen fortgesetzt.

Filmautor Jack Sergeant über den Underground-Film als Genre

In der Veranstaltung war der australische Filmspezialist Jack Sargeant zu Gast, um seine Dissertation „Flesh and Excess. On Underground Film“ (Amok Press 2016) vorzustellen und zu diskutieren. Im Gespräch mit Prof. Stiglegger erläuterte er sein frühes Interesse am Underground-Film und die Bedeutung dieses seit den 1960er Jahren in der Filmgeschichte präsenten Phänomens. Das Gespräch thematisierte Ikonen wie Andy Warhol, John Waters und Richard Kern bis hin zu aktuellen Beispielen. Sergeant gab einen intensiven Einblick in die unabhängige Filmkunst.

Neben unseren Studierenden aus dem Studiengang Film und Fernsehen waren zahlreiche Interessierte anwesend, darunter auch einige Filmemacher/-innen, die die Diskussion mit eigenen Erfahrungen bereicherten und angeregt mitdiskutierten.

Filmemacherin Julia Ostertag diskutiert ihren Film "Dark Circus"

Filmemacherin Julia Ostertag zeigte im Rahmen der Veranstaltung ihren Undergroundfilm "Dark Circus". Der Film DARK CIRCUS erschien 2016 nach 3-jähriger Arbeit. Es ist gleichzeitig ihr zweiter Spielfilm, ein in der Berliner Fetish- und Underground-Szene gedrehter Fantasy-Film, in dem ein Mädchen in ein okkultes Parallel-Universum entführt wird. Der Film gewann nur sechs Wochen nach seiner Veröffentlichung auf dem L'Étrange Festival Paris.

Nach dem Screening gab es eine intensive Diskussion über den Film und seinen Entstehungsprozess. Auch das studentische Team von Straight Forward vor mit Kamera und Mikrofon vor Ort und interviewte die Filmemacherin im Anschluss an die Veranstaltung. Der Team sprach mit ihr über ihre Erfahrungen als unabhängige Filmemacherin in Deutschland. Auch Professor Dr. Marcus Stiglegger wurde in das Interview eingebunden, denn er ist Komponisten der Filmmusik zu Ostertags Film und erstellte den Soundtrack selbst.

Julia Ostertag begann bereits in den 90er Jahren Experimentalfilme zu drehen. Bereits 1989 begann sie ein Studium von Filmwissenschaft und Malerei an der Hochschule Hannover und wechselte später an die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Ihr Studium schloss sie 2003 mit dem Diplom und dem Kurzfilm Sexjunkie ab. Auf dem ersten Pornfilmfest Berlin wurde der Film als Best Short Film Germany 2003 ausgezeichnet. Mit den Vorarbeiten für den Film Gender X startete sie 2003 und schloss das Projekt 2005 ab. Im gleichen Jahr lief der Film auf der Berlinale. Auf dem Mix Film Fest Brasil Sao Paulo 2006 gewann der Beitrag den Audience Award.

In den Jahren 2006 und 2007 arbeitete sie an ihrem ersten Spielfilm – der Punk-Dystopie Saila. Auf dem Minneapolis Underground Film Festival gewann der Film den Best Feature Award und auf dem Female Eye Film Fest Toronto den Best Experimental Film Award. Mit Under the red Umbrella veröffentlichte sie 2009 ein Kurzporträt über eine Sexarbeiterin, das auf verschiedenen nationalen und internationalen Festivals lief. (Quelle: Wikipedia)

Die Filmwerkstatt plant weiter

Für die Veranstaltungsreihe "Filmwerkstatt" sind schon weitere Termine geplant: Filmemacher und Labelbetreiber Danilo Vogt möchte an der Hochschule über Rechteerwerb sowie Filmdistribution und Marketing sprechen und Producerin und Agentin Sandra Schuppach plant ebenfalls, ihre beruflichen Erfahrungen an die Studierenden weiterzugeben.


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