RP Kahl Filmpate beim Berliner Weltkinofestival AROUND THE WORLD IN 14 FILMS

Prof. RP Kahl war Anfang Dezember zum dritten Mal einer der prominenten Filmpaten beim Filmfestival AROUND THE WORLD IN 14 FILMS. Eine Besonderheit des Festivals ist, dass die ausgesuchten Filme des offiziellen Programms von Filmemacher/-innen vorgestellt und mit den jeweiligen Regisseuren/-innen diskutiert werden.

Der aktuelle Kinofilm "A Thought of Ecstasy" von Prof. RP Kahl (Studiengang Film als szenische Kunst) hat seine TV-Erstausstrahlung am 10. Januar 2019 innerhalb Filmreihe "Amour Fou" auf 3sat.

In diesem Jahr waren neben Prof. RP Kahl u.a. diese prominenten Filmemacher/-innen des deutschen Kinos Paten des Programms: Edward Berger ("Jack"), Dietrich Brüggemann ("Heil"), Valeska Griesebach ("Western"), Nicolette Krebitz ("Wild"), Helene Hegemann ("Axolotl Overkill"),  Pia Marais ("Layla Fourie"), Nikolai Kinski, Nicolas Wackerbarth ("Casting") und Maria Schrader ("Vor der Morgenröte").
 

Prof. RP Kahl, der an der DEKRA | Hochschule für Medien den Studiengang Schauspiel und Inszenierung leitet, stellte den kanadischen Film "Genesis" vor, der beim Filmfestival von Locarno Uraufführung feierte und dort als Kritiker- und Publikumsliebling galt. Der Regisseur Philippe Lesage war ebenfalls in Berlin beim Festival vor Ort und diskutierte mit Kahl seinen Film im Anschluss an das ausverkaufte Screening im Kino der Kulturbrauerei.

Der kanadische Autorenfilmer Philippe Lesage, der seine Karriere mit Dokumentarfilmen begann, lotet in seinem melancholischen Coming-Of-Age Drama die stürmischen Umwälzungen zarter Teenagerseelen in kleinen, wohlkomponierten Vignetten aus. Dabei lösen seine autobiographisch getränkten Erinnerungen auch die Zeitebenen auf. Episoden scheinen mal in der Vergangenheit angesiedelt zu sein, dann wieder in der Gegenwart. Ein sehnsüchtiger Strom von Popliedern legt sich über diese sanft-poetischen Bilder des Erwachsenwerdens und wird so zum zwingenden Rhythmusgeber dieses zarten Films." (Patrick Wellinski)


Das renommierte Berliner Filmfestival AROUND THE WORLD IN 14 FILMS endete Anfang Dezember mit einem Rekord von 6.000 Besucherinnen und Besuchern und einer Auslastung von 80 Prozent. Das unabhängige Filmfestival feiert somit den größten Besucheransturm seit Gründung im Jahr 2006. Die beiden Festival-Leiter Bernhard Karl und Susanne Bieger fassten das Festival so zusammen:

Mit vielfach ausverkauften Vorstellungen und fröhlichen Schlangen vor den Kinosälen war die 13. Ausgabe die erfolgreichste in unserer jungen Festivalgeschichte. Das Festival zeigt, dass viele Menschen neugierig sind auf Kinofilme aus allen Ecken und Enden der Welt, auf Filme, die poetisch und vielfältig sind, aber auch elementare Fragen und Konflikte unserer Gegenwart offen thematisieren. Wir freuen uns auf AROUND THE WORLD IN 14 FILMS 2019.


Das Festival eröffnete  mit "Cold War – Der Breitengrad der Liebe", dem neuen Werk von Oscar-Preisträger Pawel Pawlikowski ("Ida"). Anschließend ging das unabhängige Weltkinofestival zehn Tage lang auf cineastische Weltreise, rund um den Globus. Als Berlin- und Deutschland-Premieren zeigte das Festival 14 plus 13 künstlerisch herausragende Highlights der wichtigen Filmfestivals der Welt.

Auch in diesem Jahr war das Festival mit 27 Beiträgen reich an Höhepunkten, die die ganze Vielfalt des aktuellen Weltkinos spiegeln – mit großen Namen, aber auch Filmen aus Regionen, die selten auf Leinwänden zu sehen sind. Mit dabei: die Berlin-Premieren von "The Favourite – Intrigen und Irrsinn" des weltweit gefeierten Yorgos Lanthimos ("The Killing of a Sacred Deer") mit Olivia Colman, Emma Stone und Rachel Weisz in den Hauptrollen, von Claire Denis‘ "High Life" mit Robert Pattinson und einem von Ólafur Elíasson entworfenen Raumschiff oder dem Gewinner der Goldenen Palme 2018 in Cannes, "Shoplifters – Familienbande" von Hirokazu Koreeda aus Japan.

Das Festival blickt 2018 ausführlich auf das asiatische Kino, u.a. mit Apichatpong Weerasethakul (Thailand), den neuen Arbeiten von Jia Zhangke (China) und Lee Chang-dong (Korea) sowie weiteren Werken aus China, Singapur und Vietnam. Neben großen und neuen Namen des Weltkinos – Jafar Panahi (Iran), Carlos Reygadas (Mexiko), Nuri Bilge Ceylan (Türkei), Jean-Luc Godard (Frankreich), László Nemes (Ungarn) und Nadine Labaki (Libanon) – machte das Festival vor allem wieder eine Reise in kleinere und außergewöhnliche Filmregionen wie Sudan, Kenia oder Syrien, aus dem der bewegende und weltweit preisgekrönte Dokumentarfilm "Still Recording" kommt, möglich. Zwei echte Highlights aus Sundance ("The Tale" und "Wildlife") sowie der deutsche Film "Wintermärchen", in dem Regisseur Jan Bonny das Thema rechte Gewalt verarbeitet, rundeten das Programm ab. 


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