Empowering Journalists: Journalismus-Studierende bei Reporter ohne Grenzen

Journalismus-Studierende der DEKRA | Hochschule für Medien durften exklusiv an einem außergewöhnlichen Workshop von Reporter ohne Grenzen (ROG) teilnehmen. Sie lernten dabei mutige junge Journalisten/-innen aus nicht-europäischen Ländern kennen, die sich mit ihrem Beruf für mehr Freiheit einsetzen und dabei viel riskieren.

Journalismus-Studierende der DEKRA | Hochschule für Medien durften exklusiv an einem außergewöhnlichen Workshop von Reporter ohne Grenzen (ROG) teilnehmen. Sie lernten dabei mutige junge Journalisten/-innen aus nicht-europäischen Ländern kennen, die sich mit ihrem Beruf für mehr Freiheit einsetzen und dabei viel riskieren.

Intensiv mit und viel übereinander gelernt: Die Stipendiaten/-innen von Reporter ohne Grenzen mit den Journalismus-Studierenden der DEKRA | Hochschule für Medien

Reporter ohne Grenzen Deutschland (RoG) hat über den Sommer 2019 junge Journalisten/-innen nach Berlin eingeladen, die überwiegend aus Kriegs- oder Krisenbereichen in ihren Ländern berichten oder auf Missstände und auf eingeschränkte Menschen- und Meinungsfreiheit aufmerksam machen. Im Rahmen des Stipendienprogramms  “Empowering Journalists in the Digital Field” verbrachten sie drei bis vier Monate in der Hauptstadt und bekamen u. a. ein intensives Training und Schulungen zum Thema „Digitale Sicherheit“.

Die Ziele des Stipendienprogramms: der Schutz vor Angriffen im digitalen Raum

„The aim (…) is to provide scholarship holders with practical knowledge on how to protect themselves against digital threats such as surveillance or hacker attacks in their journalistic work. In addition, they will also receive training in how to teach others in their home region about digital security issues”, heißt es in der Ausschreibung. Das Programm wird gefördert mit Mitteln der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie.

Die fünf Journalisten/-innen, die in ihrer journalistischen Tätigkeit gefährdet sind und als Stipendiaten/-innen ausgewählt wurden, kamen aus Bangladesch, Pakistan, Libanon, Armenien und Zimbabwe. Zum Ende ihres Stipendiums sollten die Journalisten/-innen ihr erlerntes Wissen an junge Nachwuchsjournalisten/-innen aus Berlin weitergeben. Sie haben also ihrerseits einen zweitägigen Workshop konzipiert, um nun unsere Studierende zu „empowern“. 

Abwechslungreiches Workshopprogramm und intensive Kleingruppenarbeit

Am ersten Tag ging es zunächst um die persönliche Vorstellung und um die jeweilige Situation der Pressefreiheit in den verschiedenen Ländern. Am zweiten Tag erfolgte dann ein intensives Lernen in Kleingruppen zu den Themen:

  • Encryption: Wie verschlüssele ich meine Daten sicher im Internet?
     
  • Account Security: Wie kann ich meine Accounts schützen?
     
  • Anonymität - Was ist das Darknet, wie funktioniert der sogenannte Torbrowser, wie benutze ich Virtual Private Networks?
     
  • Threat Modelling: Identifizierung bislang nicht-erkannter Sicherheitslücken in Standard- und Individualsoftware.
     

Fast alle teilnehmenden Journalismus-Studierenden der DEKRA | Hochschule für Medien lernten nicht nur sehr viel, sondern waren beeindruckt von dem Mut der Kolleginnen und Kollegen. Vor allem haben sie einen „wertvollen“, weil freundschaftlichen Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen in fernen Ländern. Die Gruppe ist auch über den Workshop hinaus weiterhin in engem Kontakt. Das ist großartig!   

Wir möchten uns an dieser Stelle vor allem bei Anna Rutz von RoG bedanken, die diese Teilnahme unserer Studierenden überhaupt erst ermöglicht hat. Ebenso beim Projektleiter Tilman Clauß. Danke natürlich an die Stipendiatinnen und Stipendiaten und an alle Studierenden der DEKRA | Hochschule, die dabei waren.

Unter folgendem Link findet ihr mehr Informationen zum Stipendien-Programm: https://www.reporter-ohne-grenzen.de/hilfe-schutz/stipendien/berliner-stipendienprogramm/
 

Stimmen von Studierenden zum Workshopprogramm:

Melisa: Der Workshop war sehr effektiv, da die Journalisten die einzelnen Themenbereiche gut und interessant vermitteln konnten. Ich habe viel über die digitale Sicherheit gelernt, und danke Reporter ohne Grenzen sowie auch den Journalisten für diese tolle Gelegenheit.

Milena: Es war sehr inspirierend, die bewegenden Geschichten der einzelnen Teilnehmer*innen hören zu dürfen und mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Sie haben keine Mühen gescheut, uns das Thema „digitale Sicherheit“ auf spannende und spaßige Art und Weise nahezubringen. Der Workshop war eine tolle Erfahrung, aus der ich viel mitnehmen werde.


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