Ein Liebesbrief an Dich selbst

Film und Fernsehen-Studierende produzieren ehrenamtlich ein Video für "Freunde fürs Leben e.V.", in welchem sich Menschen spontan selbst einen Liebesbrief schreiben...

Fernseh- und Filmstudierende produzieren ein Video, in welchem sich Menschen spontan selbst einen Liebesbrief schreiben...

Deutschlandweit leiden ungefähr 4 Millionen Menschen an einer depressiven Störung. Jährlich werden mehr als 10.000 Menschen zum Opfer ihrer Krankheit. Man geht davon aus, dass es zweimal so viele Tote durch Selbsttötung, als durch Verkehrsunfälle gibt. Durchschnittlich sterben in Deutschland jeden Tag sechs Jugendliche oder junge Menschen durch Selbsttötung. Leider nehmen psychische Gesundheitsprobleme bei jungen Menschen zu. Dies kann aber durch entsprechende Maßnahmen verhindert werden. (Quelle: Freunde fürs Leben). Der gemeinnützige Verein Freunde fürs Leben hat es sich zur Aufgabe gemacht, junge Menschen über Depressionen und Suizid aufzuklären.

Studierende der Studiengänge Film und Fernsehen und Journalismus und PR der DEKRA | Hochschule für Medien produzierten ehrenamtlich einen Clip für „Freunde fürs Leben TV“. Der erste WebTV-Kanal zum Thema "Seelische Gesundheit". Das Projekt fordert junge Menschen auf, spontan einen Liebesbrief an sich selbst zu schreiben, mit dem Ziel sich auch mal selbst ein Kompliment zu machen. Der Druck ständig mit anderen mithalten zu müssen kann schnell in Selbstkritik enden, was wiederum am Selbstwertgefühl nagt. Hin und wieder auch mal etwas Nettes zu hören, tut der Seele gut.

Woran lässt sich eine Depression erkennen?

Wenn man an Depressionen leidet, gestaltet sich alles im Alltag schwierig bis unmöglich. Freudlosigkeit, Interessenverlust, Energielosigkeit und eine gedrückte Grundstimmung sind die Hauptsymptome einer Depression. Diese können durch zahlreiche Nebensymptome ergänzt werden, wie Konzentrations- und Entscheidungsschwierigkeiten, Angst, Unruhe oder auch Schuldgefühle und ständiges Grübeln. Ebenso können körperliche Symptome auftreten, wie Kopfschmerzen, Appetitlosigkeiten, Gliederschmerzen oder eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit.

Depressionen zählen immer noch zu Tabu-Themen in der Gesellschaft

In der Gesellschaft ist es immer noch ein Tabu offen über depressive Gedanken zu sprechen. Angehörige, Freunde, Arbeitgeber/-innen oder Lehrer/-innen sind oft hilflos oder vernachlässigen das Thema Suizid. Sie wissen oft gar nicht Bescheid über den seelischen Zustand von Menschen, die betroffen sind von Depressionen. Häufig ist es Scham, die Angst oder die Unlust andere Menschen vom eigenen Leid erfahren zu lassen. Häufig verstummen die Betroffenen und hoffen, dass der Schmerz von selbst vergeht. Geringes Wissen über Hilfsangebote oder Beratungsstellen erschweren die Situation. Hinzukommen weitere Risikofaktoren, u.a. genetische, psychische Belastungen oder auch Zwischenmenschliches. Man kann noch immer nicht genau sagen, welche genauen Ursachen es sonst noch gibt. Suizid ist für "Freunde fürs Leben e. V." auf alle Fälle kein Tabuthema. Sie kennen die Fakten und wissen was zu tun ist.

  • Regie/Schnitt: Steffi Kunze
  • Kamera: Dominik Gauglitz
  • Ton: André Gordijenko
  • Musik: Leo Laurentz

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