Professor Bomnüter präsentiert auf der internationalen Konferenz „Kulturelle Ikonen“ in Greifswald

Professor Dr. Udo Bomnüter war Ende August mit einem Vortrag auf der internationalen Konferenz „Kulturelle Ikonen“ in Greifswald vertreten, die dort vom Alfried Krupp Wissenschaftskolleg gemeinsam mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Université Aix-Marseille ausgerichtet wurde.

Professor Dr. Udo Bomnüter war Ende August mit einem Vortrag auf der internationalen Konferenz „Kulturelle Ikonen“ in Greifswald vertreten, die dort vom Alfried Krupp Wissenschaftskolleg gemeinsam mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Université Aix-Marseille ausgerichtet wurde.

Kulturelle und literarische Ikonen

Auf der interdisziplinären Konferenz am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg in Greifswald vom 29. – 30. August präsentierte Professor Dr. Udo Bomnüter (Studiengangsleiter Kommunikationsmanagement an der DEKRA | Hochschule für Medien) einen Vortrag mit dem Titel „Hail, Makibefo!” – Transcultural recontextualization of iconic elements in Alexander Abela's film adaption of Shakespeare's Macbeth“ vor einem internationalen wissenschaftlichen Fachpublikum im Schwerpunkt „Literarische Ikonen“ (s. Fotos: Vortrag). Die Präsentation am ersten Konferenztag stieß auf positive Resonanz und regte weiterführende Einzelgespräche an. Darüber hinaus ist eine Veröffentlichung der Vorträge im Rahmen eines geplanten Sammelbandes zur Konferenz in Vorbereitung.

Die von Dr. Paula Wojcik, Dr. Hannes Höfer (beide Friedrich-Schiller-Universität) und Sophie Picard (Université Aix-Marseille) geleitete Konferenz „Kulturelle Ikonen“ beschäftigte sich mit der Präsenz von Literatur, Kunst und Wissenschaft in der Alltags- und Massenkultur. Sie basiert auf vorangegangenen Workshops und Forschungsprojekten zu diesem Themenbereich und wurde von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung in Essen, der DFG und der Ernst-Abbe-Stiftung in Jena gefördert.

Austragungsort war das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald, eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung in der Trägerschaft der Stiftung Alfried Krupp Kolleg Greifswald. Das Kolleg soll herausgehobener Forschung dienen und Projekte interdisziplinärer und internationaler Zusammenarbeit verwirklichen. Im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Programms des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs Greifswald steht die Einladung von Wissenschaftlern zu Forschungsaufenthalten im Rahmen des Alfried Krupp Fellows-Programms, die Durchführung von wissenschaftlichen Vorträgen, Tagungen, Symposien und Sommerschulen, Graduiertenkollegs und Interdisziplinären Arbeitsgruppen.

An der Konferenz „Kulturelle Ikonen“ nahmen etwa 40 Wissenschaftler/-innen aus Deutschland, Österreich, Frankreich und anderen vorwiegend europäischen Ländern teil. Weiterhin fand eine Public Lecture von Prof. Jérôme Cottin zu biblischen Symbolen in der Werbung statt.

Ikonen, Kult, Konsum und Subversion

Ziel der Konferenz war es, den Impakt der visuellen, verbalen, akustischen oder konzeptionellen Repräsentationen von Literatur, Kunst und Wissenschaften zu erkunden. Dabei standen das (re-)produktive und intermediale Auftreten, die populäre Reichweite kanonischen Wissens und die verschiedenen Identifikations- und Aneignungsprozesse im Vordergrund.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Konferenz waren, neben den literarische Ikonen, wissenschaftliche und literarische Konzepte als Ikonen; Kulturtransfer und kulturelle Identität; Ikonen: Kult, Konsum und Subversion; kulturelle Ikonen zwischen Visualität und imaginaire; ikonische Rückkopplungen; Ikonizität und Musik; sowie Ikonen und Performanz, die mittels interkultureller Fallstudien erörtert wurden. Die thematische Bandbreite war entsprechend groß: die Vorträge behandelten Weltliteratur-Quartette, Bibliotheken, poststrukturalistische Konzepte, Literaturverfilmungen wie Lolita, Oblomov und Makibefo, Kafka in Fernsehserien und die Ikonisierung in und von Star Trek, Clowns, Roboter und Monster im Film, biblische Symbole und Opern in der Werbung, die Ikonizität von Schriften und das Kulturchristentum, die Watteau-Rezeption und die Figur des bonimenteur, Tätowierung als Architextur, das Bild der Geisha in der österreichischen Literatur, die Historizität bei Brahms und die Ikonisierung Wagners.

Im Ergebnis lieferte die Konferenz nicht nur spannende Einblicke und Anregungen für weiterführende Forschungsvorhaben der Teilnehmer/-innen, sondern führte auch zu einem konstruktiven interdisziplinären Austausch und neuen Kontakten zu Kollegen/-innen aus unterschiedlichen fachlichen Disziplinen.


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