Auf den Spuren des Bauhaus: Der neue Studiengang Film als szenische Kunst

Prof. RP Kahl war innerhalb seiner künstlerischen Forschungsarbeit zum Thema "Bauhaus und Film" im Josef Albers Museum Quadrat Bottrop sowie in der Kulturstiftung Ruhr in Essen.

In der letzten Woche war Prof. RP Kahl innerhalb seiner künstlerischen Forschungsarbeit zum Thema "Bauhaus und Film" im Josef Albers Museum Quadrat Bottrop sowie in der Kulturstiftung Ruhr in Essen zu Gast.

Walter Gropius gründete 1919 in Weimar das Staatliche Bauhaus als Kunstschule. Die Konzeption der Ausbildung war etwas völlig Neues, da erstmals eine Zusammenführung von Kunst und Handwerk gedacht und gelehrt wurde. Das Bauhaus gilt heute weltweit als Ursprung der Avantgarde der Klassischen Moderne und als stilprägend auf allen Gebieten der freien und angewandten Kunst und Architektur.

Eine eine der herausragenden Persönlichkeiten des Bauhauses war der Künstler und Lehrer Josef Albers. Eine in dieser Form einmalige Retrospektive in der Villa Hügel Essen ehrt ihn aktuell mit der Ausstellung "Interaction".

Albers war zuerst selbst Student am Bauhaus wechselte im Anschluss sofort in die Lehre. Hier war er u.a. für den berühmten Ansatz einer grundlegenden gestalterischen Ausbildung innerhalb des Vorkurses verantwortlich. Er entwickelte mit den anderen Meistern am Bauhaus die besondere Methode der künstlerischen Vermittlung im Geiste der Einheit von Handwerk, Kunst und Leben.

Nach der Emigration nach Amerika wirkte Albers prägend am Black Mountain College, wo viele der später erfolgreichsten Künstler Amerikas des letzten Jahrhunderts lernten. Seine Lehrtätigkeit führte Albers u.a. noch an die berühmte Yale-Universität, wo er das Art Department leitete. Aber nicht nur als außergewöhnlicher Lehrer war Albers erfolgreich tätig, sondern auch als herausragender Künstler, u.a. mit seiner Werkgruppe "Homage to the Square".

Auf den Spuren des Bauhaus: Der neue Studiengang Film als szenische Kunst

Die Ideen Albers für eine künstlerischen Ausbildung wurden von Prof. RP Kahl auch in der Konzeption für den neuen Studienganges "Film als szenische Kunst" an der Dekra | Hochschule für Medien Berlin aufgegriffen. So wird im Modul "Praktische Grundlagen der Gestaltung" nach der Idee von Albers' Vorkurs die künstlerisch bildnerische Praxis gelehrt werden im Sinne einer angewandten "Schule des Sehens".

Im Studiengang Film als szenische Kunst steht die Entwicklung einer Medien-Persönlichkeit im Zeitalter des Bildes im Mittelpunkt des Bachelorstudiums. Zum ersten Mal in Deutschland und Europa verbindet ein Studiengang die Ausbildung für die Performance vor sowie hinter der Kamera und für die Vermittlung von Film.

Filmschauspiel und Regie werden nicht getrennt voneinander gesehen, sondern als Einheit im Studium gelehrt. Das Reflektieren und die Vermittlung von filmischen Inhalten bilden weitere Schwerpunkte des Studienganges. Grundlage für die beiden Spezialisierungen Filmschauspiel und Regie sowie Filmbildung / Medienpädagogik ist eine breit angelegte künstlerische und wissenschaftliche Lehre, in der praktische und theoretische Module abwechseln.

Für den Studiengang "Film als szenische Kunst", der die Performance vor und hinter der Kamera und das Nachdenken darüber in den Mittelpunkt stellt, sind im Nachrückverfahren für das aktuelle Semester noch Bewerbungen möglich.


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