Film und Fernsehen Alumni zeigen Filme aus Medienprojekt auf Sylt

Absolventen und Absolventinnen aus dem Studiengang Film und Fernsehen präsentierten ihre Filme im Erlebniszentrum Naturgewalten auf Sylt.

Absolventen aus dem Studiengang Fernsehen und Film präsentierten ihre Filme im Erlebniszentrum Naturgewalten auf Sylt.

Max Poehlke, Mariella Ziegenhagen und Steve Röder (v.l.)

Im Erlebniszentrum Naturgewalten in List auf Sylt stand der gestrige Abend ganz im Zeichen des Klimawandels. Gezeigt wurden Kurzfilme ehemaliger Studenten der DEKRA | Hochschule für Medien, die im Rahmen des REKLIM Medienprojektes 2014 entstanden. 

Die rund 50 Zuschauenden zeigten sich begeistert darüber, wie sich die jungen Filmemacher den drängenden Fragen der Gesellschaft im Zusammenhang mit dem Klimawandel auf filmische Art und Weise näherten. Auf besonders großes Interesse stießen die Filme "Urwesen", "Friesengeist" und "Vernagt", die von schmelzenden Gletschern, Sedimenten und emotionalen Beziehungen der Nordfriesen zu ihrer Heimat erzählen.

Diese Themen warfen natürlich auch Fragen auf, die unsere drei Absolvent/-innen des Studiengangs Film und Fernsehen, Mariella Ziegenhagen, Steve Röder und Max Poehlke in der Diskussionsrunde nach dem Screening beantworteten. Außerdem gab es ein Wiedersehen mit Film und Fernsehen Professor Rolf Teigler, der extra für die Vorführung aus Berlin angereist war. Im Anschluss an das Screening wurde daher nicht nur diskutiert, sondern auch in alten Erinnerungen geschwelgt und Anekdoten ausgetauscht über die gemeinsame Zeit an der DEKRA | Hochschule, den Einsteig ins Berufsleben und alles, was danach kam.

Das  Erlebniszentrum Naturgewalten auf Sylt

Das Erlebniszentrum Naturgewalten auf Sylt ist ein Besucher/innen-Zentrum, das sich mit der Insel, den Naturgegebenheiten und ihrer Geschichte beschäftigt. Gäste können dort die Ausstellung Naturgewalten besuchen und erfahren unter Anderem, welche  Küstenabschnitte bei einem Meeresspiegelanstieg überschwemmt werden. Auch Wetterereignisse, Tiere und Pflanzen des Wattenmeeres sowie Einblicke in die arktische Forschungsstation des Alfred-Wegener-Instituts – sind Teil der multimedialen Ausstellung. darüber hinaus können Gäste auch viel über die spezifischen Naturgegebenheiten auf Sylt erfahren. Es werden regelmäßig Führungen angeboten, die die einzigartige Naturlandschaft Sylts und im Speziellen des nördlichsten Inselortes List mit dem Team Naturgewalten erlebbar machen.

Der Abend in Bildern

Friesengeist

Die Menschen in Nordfriesland wissen, dass die Küste – und damit ihre Heimat – kein stabiler Zustand ist, sondern sich ständig verändert. In der Vergangenheit haben mehrfach Sturmfluten das Gesicht der Küste katastrophal verändert. Umso emotionaler ist die Beziehung der Nordfriesen zu ihrer Heimat. Doch auf der Insel Pellworm ist man sich sicher: „Wenn alles weiter seinen jetzigen Gang geht, wird es die Insel in 200 Jahren nicht mehr geben.“

Urwesen

Ein Stück Schlamm. Grau, leblos, kalt. Feine Linien ziehen sich hindurch und ein Faden verläuft in einer Zickzack-Linie über die Oberfläche. Es ist eine Sedimentprobe aus dem Pazifischen Ozean, die Stück für Stück ihre Geheimnisse preisgibt. Dr. Lars Max analysiert Sedimentkerne am Alfred-Wegener-Institut und erzählt von der Geschichte unserer Erde und unseres Klimas. Was können wir aus der „grauen“ Vergangenheit lernen?

Vernagt

Durch die steigende Temperatur auf unserem Planeten schmelzen überall Gletscher. Die Konsequenzen werden letztendlich die Menschen tragen müssen. Doch die ersten Opfer sind die Gletscher selber. Einer dieser sich verändernden Gletscher ist der Vernagtferner in den Ötztaler Alpen. Der Rückgang ist stetig. Der Vergleich des heutigen Zustands des Vernagtferners mit Aufnahmen von vor hundert Jahren ist ernüchternd: Statt ganzjähriger Eismassen wird es bald nur noch Geröll und Schutt geben. Jahr für Jahr fließt mehr Schmelzwasser ins Tal. Seit 1601 wird der Gletscher von Wissenschaftlern untersucht.


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