"Dein Beruf kommt zu uns" und berichtet über die dpa InfoLine

Clemens Kubenka gibt einen Einblick in seinen Arbeitsalltag...

Ein Nachrichtenmantel, der jedem passt

„Es ist ein Nachrichtenwühltisch aus dem sich die Kunden suchen, was sie benötigen“, so Clemens Kubenka. Der stellvertretende Redaktionsleiter und Produktmanager der dpa InfoLine beschreibt mit diesen Worten die "schöne" Tochter der Deutschen Presse-Agentur (dpa), die ihre Kunden im Schnitt mit den 25 wichtigsten News des dpa-Tickers für den Mantelteil ihrer Webauftritte versorgt.  

Rede und Antwort stand Kubenka zahlreichen Studierenden der DEKRA Hochschule Berlin am  08.07.2014, als er im Rahmen der Veranstaltung "Dein Beruf kommt zu uns"  ausführlich über seine Berufserfahrungen erzählte. Etwa 200 Kunden, darunter u.a. auch GMX und Yahoo, bekommen rund um die Uhr die neusten Nachrichten der dpa InfoLine zugeschickt. Hierzu erklärt Kubenka: „Es muss extrem schnell gehen, wenn es wichtig ist. 90 Prozent der Kunden nehmen die Nachricht deshalb so wie sie kommt, ohne sie noch einmal zu bearbeiten.“
Einige Kunden möchten allerdings mehrere Möglichkeiten für die Berichterstattungen „deswegen versuchen wir zwei bis drei Mal am Tag neu zu möblieren“, so Kubenka weiter. Das heißt, der zuvor geschickte Grundtext wird neu betitelt, bebildert und ergänzt.
Der immer größer werdende Wettbewerb um Schnelligkeit und die Konkurrenz der sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co verstärken die Ansicht, dass ein paar Zeilen reichen, um hinreichend zu informieren. Dpa InfoLine setzt auf weit mehr als 140 Zeichen pro Nachricht. „Irgendwann hört die Grenze der sinnvollen Berichterstattung auf“, erläutert dazu Kubenka.
Nach der Überlebenschance der gedruckten Zeitungen gefragt, sieht er deren Zukunft leider nicht sehr rosig. Geschätzte 40 Prozent davon wird es seiner Meinung nach in einigen Jahren nicht mehr geben. Viele immer noch sehr klassisch aufgestellte Printtitel hätten das Internet "radikal verschlafen“, resümiert Kubenka.


Kubenka arbeitete rund acht Jahre (1989-1997) als Redakteur bei der Frankfurter Rundschau. Anschließend leitete er vier Jahre die Online Redaktion der Zeitung, bevor er die Frankfurter Rundschau Richtung Deutsche Presse-Agentur verließ.


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